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30.09.2016 - 10:16
Foto: APA/AFP/POLICE NATIONALE/DSK, ASSOCIATED PRESS

Frankreich will Auslieferung von Salah Abdeslam

19.03.2016, 10:06

Die französische Regierung drängt auf eine rasche Auslieferung des mutmaßlichen Paris- Attentäters Salah Abdeslam. Der 26- Jährige war am Freitag bei einer Razzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek von belgischen Polizisten gefasst worden. Frankreichs Präsident Francois Hollande kündigte unterdessen am Samstag die Suche nach weiteren Verdächtigen ins Zusammenhang mit den blutigen Anschlägen im November an: "Wir sind mit extrem großen Netzwerken konfrontiert."

Hollande teilte weiters mit, dass die Zahl derjenigen, die sich an der Vorbereitung der November- Anschläge mit 130 Toten in verschiedener Form beteiligt hätten, größer sei als zunächst angenommen. Aufgabe der Ermittler sei es, alle zu identifizieren, sagte Hollande.

Abdeslam soll unterdessen so schnell wie möglich nach Frankreich ausgeliefert werden, er wäre der erste Terrorverdächtige, dem wegen der Pariser Anschläge der Prozess gemacht wird. Am späten Freitagnachmittag wurde er von Anti- Terror- Fahndern in der als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Gemeinde Molenbeek festgenommen  , wo er einst aufgewachsen war.

Der belgische Sender RTL zeigte TV-Bilder, welche die Verhaftung von Salah Abdeslam zeigen sollen.
Foto: APA/AFP/RTL BELGIQUE

Bei dem Zugriff wurde Abdeslam leicht am Bein verletzt, danach in eine nahe gelegene Klinik gebracht. Insgesamt nahmen die Ermittler nach eigenen Angaben fünf Verdächtige fest - darunter offenbar eine Familie, die Abdeslam Zuflucht gewährt hatte.

Abdeslam und Komplize aus Klinik entlassen

Nach seiner Festnahme wurde der 26- jährige Franzose marokkanischer Abstammung sowie ein mutmaßlicher Komplize am Samstag aus dem Krankenhaus, woe sie über Nacht medizinisch versorgt wurden, entlassen. Sie dürften nun verhört werden, anschließend soll über ihre Auslieferung nach Frankreich entschieden werden.

Eine Hausdurchsuchung am Dienstag hatte Fahnder auf die Spur Abdeslams gebracht. Während des Einsatzes wurde aus einer Wohnung heraus auf Polizisten geschossen, bei dem anschließenden Zugriff wurde ein Verdächtiger getötet. Zwei Verdächtige konnten fliehen, ein dritter wurde von einem Scharfschützen getötet.  Ob auch Abdeslam zu den Entkommenen gehörte, war zunächst unklar. Ermittler konnten aber seine Fingerabdrücke in der Brüsseler Wohnung nachweisen.

Charles Michel (li.) und Francois Hollande bei der Pressekonferenz nach der Festnahme.
Foto: APA/AFP/BELGA/THIERRY ROGE

Hollande: "Es ist sicher, dass er beteiligt war"

Abdeslam scheint der einzige Überlebende der beispiellosen Terrorserie zu sein. Die anderen bisher bekannten Beteiligten der Anschläge auf den Musikclub Bataclan und mehrere Bars und Restaurants sowie am Stade de France sind tot. Hollande sagte, ein Mitwirken Abdeslams an den Attentaten stehe außer Zweifel. "Er war in Paris an diesem schrecklichen Abend des 13. November. Es ist sicher, dass er in der ein oder anderen Art und Weise an den Anschlägen beteiligt war."

Bereits kurz nach Beginn des Einsatzes am Freitag hatte sich Hollande in das Büro des belgischen Regierungschefs Charles Michel begeben. Hollande hielt sich wegen des EU- Gipfels zur Flüchtlingskrise in Brüssel auf. US- Präsident Barack Obama gratulierte Michel telefonisch am Freitagabend zur Verhaftung von Abdeslam, wie der Premierminister via Twitter mitteilte.

Vertreter von Opfervereinigung erleichtert

Die Opfervereinigung "13. November" reagierte ebenfalls erleichtert auf die Festnahme Abdeslams. Ihr Präsident George Salines, dessen Tochter im Bataclan getötet worden war, sagte dem Sender BFMTV: "Ich bin überrascht, erleichtert und empfinde Genugtuung, dass es einen echten Prozess gegen jemanden geben wird, der sehr direkt in die Attentate verwickelt war."

19.03.2016, 10:06
AG/red
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