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21.02.2017 - 07:28
Erzbischof Lackner vor einem Negativ-Abbild: In dieses Tuch soll Jesus eingewickelt worden sein.
Foto: Franz Neumayr/MMV

Krimi um Turiner Grabtuch fasziniert nun Salzburg

15.01.2016, 12:58

War der Leichnam Jesu tatsächlich in dieses Leinen gehüllt? Das Turiner Grabtuch beschäftigt die Wissenschaft intensiv. In der katholischen Welt wird es als Reliquie geradezu verehrt. Auch Erzbischof Franz Lackner hatte seine Begegnung mit dem Grabtuch. Er holte eine Wanderausstellung ins Bischofshaus nach Salzburg.

"Es war in meiner Zeit als Soldat auf Zypern", erzählt der Erzbischof und erinnert sich noch gut, wie ihm ein Abbild des Grabtuches in einem Buch in die Hände fiel. "Es hat mich berührt. Mir war, als ob mich Jesus direkt anschaut", schildert er die Begegnung, die für sein späteres Glaubensleben nicht unwesentlich war. Das Leinentuch mit den Umrissen eines verwundeten Mannes beschäftigt Theologen und Forscher intensiv. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Herkunft mit Sicherheit dokumentiert.

Mit neuesten "CSI- Methoden" kam man dem Rätsel immer mehr auf die Spur. Blutflecken wurden untersucht: "Dank der forensischen Pathologie konnte man Stück für Stück rekonstruieren, was dieser Mann erlitten hat", erklärt der Historiker und Autor Michael Hesemann. Man fand auf dem Tuch Straßenstaub und sogar Pollen aus den unterschiedlichsten Regionen von Frankreich bis in den Raum Jerusalem und Totes Meer. Die Blutgruppe AB deute ebenfalls daraufhin, dass der Mann höchstwahrscheinlich aus Judäa stamme. Das Körperabbild entstand nicht durch Farbe: "Das einzige, was man entdeckt hat, war ein Vergilben", meint Hensemann fasziniert.

Spannende Ausstellung im Bischofshaus

Erzbischof Lackner wurde auf einer Wanderausstellung des Malteser- Hospitaldienstes aufmerksam und holte sie nach Salzburg ins Bischofshaus. Interessierte können ein originalgroßes Negativ- Bild und verschiedene Schaustücke betrachten: Von einer Nachbildung der Dornenkrone bis zu römischen Geißeln oder einer Lanzenspitze, die der Größe der Seitenwunde entspricht. "Wer ist der Mann auf dem Tuch?" bleibt bis 20. Februar in Salzburg. Eintritt ist frei (turinergrabtuch.at).

15.01.2016, 12:58
Sabine Salzmann, Kronen Zeitung/red
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