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18.08.2017 - 18:31
Christopher Köppl(links)und Michael Gruber fingen die Gans mit der Dose im Schnabel endlich ein.
Foto: Markus Tschepp

Gans nach zwei Wochen von Dose befreit

27.02.2015, 18:57
Zehn Tage lang entwischte die Gans mit der Dose im Schnabel allen willigen Helfern. Nun hatten zwei Zoo-Mitarbeiter Erfolg, das geschwächte Tier ist nach der Operation wohlauf. Nach einem Aufenthalt in Hellbrunn soll die Gans zu ihren Artgenossen am Leopoldskroner Weiher zurückkehren.

"Gans" schöne Aufregung Freitag zu Mittag rund um den Leopoldskroner Weiher. Eine Frau berichtete dem Zoo, dass das arme Tier mit der Red Bull - Dose am Schnabel sich vor dem dortigen Restaurant ausruht. Der passende Moment für die Tiergarten- Mitarbeiter Michael Gruber und Christopher Köppl. "Wir sind erst einmal vorbeigegangen, damit sie keinen Verdacht schöpft", erklärt Christopher und schildert: "Die Dame hat die Gans angefüttert, wir haben den Vogel zu zweit eingekreist und ich griff schließlich mit den Händen zu." "Das war die einfachste Methode. Mit dem Kescher hätten wir sowieso keine Chance gehabt. Gänse sind sehr clever, sie hätte sofort gewusst, was jetzt passiert. Wäre sie hochgeflogen, hätte ich meine Jacke parat gehabt und diese über sie geworfen", sagt Michael. "Sie war wohl doch schon ein wenig geschwächt", vermutet Köppl.

Zoo- Tierärztin Miriam Wiesner befreite die Gans schließlich in einer kleinen Operation aus ihrer misslichen Lage. "Von selbst hätte sie die eindeutig nicht mehr abbekommen. Wir mussten die Getränkedose herunter schneiden", so die Veterinärin. Wie sich gezeigt hat, dürfte zu Beginn sogar die Zunge in der Dose gesteckt sein. Irgendwie schaffte es die tapfere Gans aber, diese herauszubekommen.

Federvieh darf sich im Tiergarten erholen

"Soweit geht es ihr recht gut", beruhigt Wiesner. Die Dose hinterließ allerdings eine Wunde in ihrem Schnabel, die fachgerecht versorgt wurde. Probleme wird der Vogel deshalb aber in Zukunft bei der Futteraufnahme nicht haben. Zehn Tage lang beschäftigte das Tier den Zoo Salzburg. "Unsere Mitarbeiter sind immer wieder hingefahren und haben nach der Gans geschaut. Auch in ihrer Freizeit", freut sich Sabine Grebner, Geschäftsführerin , dass dem Federvieh nun geholfen werden konnte. Zwei bis drei Tage wird die gerettete Gans in Hellbrunn bleiben und sich dort erholen. Dann kehrt sie wieder an den Leopoldskroner Weiher zu ihren Artgenossen zurück.

27.02.2015, 18:57
Kronen Zeitung
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