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07.12.2016 - 17:47
Hier wurden die sterblichen Überreste der Frau entdeckt.
Foto: APA/THOMAS LEITNER

Skelett in "Grabstätte" beschäftigt Kriminalisten

09.03.2016, 13:17

Ein Skelettfund in Bad Ischl im oberösterreichischen Bezirk Gmunden beschäftigt derzeit die Kriminalisten. Anrainer entdeckten am Montag am Fuße der Zimnitz "eine Art Grabstätte". Darin sei laut Polizei ein Skelett gelegen. Ersten Untersuchungen zufolge handelt es sich um die sterblichen Überreste einer Frau, ihre Identität ist bislang noch nicht geklärt. Eine erste heiße Spur gibt es allerdings bereits, eine DNA- Untersuchung soll nun Licht ins Dunkle bringen.

Gisbert Windischhofer vom Landeskriminalamt beschrieb den Fundort als "eine von Menschenhand erbaute Höhle" aus Steinen und Moos. Theoretisch sei es sowohl denkbar, dass die Frau sich dort selbst das Leben genommen hat, als auch, dass ihre Leiche dort abgelegt worden ist. "Alles ist möglich", so Windischhofer.

Eine Obduktion der Toten brachte vorerst kein Ergebnis zur Todesursache und zur Identität. Da fast nur mehr Knochen vorhanden sind, muss man auf die Laboranalysen, etwa die DNA- Untersuchung, warten. Mit einem Ergebnis sei aber erst in einigen Tagen zu rechnen, hieß es. Nach Angaben der Polizei könnte jedoch möglicherweise ein Zusammenhang mit einem Vermisstenfall aus dem Jahr 2015 bestehen - die Erhebungen in der Causa laufen schon länger.

Zusammenhang mit Suizid eines 52- Jährigen?

So besteht die Möglichkeit, dass es sich bei der Toten um eine 43- jährige Oberösterreicherin handelt, deren Lebensgefährte im Vorjahr Selbstmord begangen hat. Ende Februar 2015 wurde unter einem Südbahn- Viadukt am Semmering die Leiche des 52- jährigen Niederösterreichers entdeckt, der in die Tiefe gesprungen war. In seinem Rucksack lagen ein Abschiedsbrief und Hinweise auf eine bei einem Notar hinterlegte Verfügung.

Paar gehörte Sekte an

Aus den Schreiben geht hervor, dass der Tote und seine Lebensgefährtin Anhänger einer sektenähnlichen Weltuntergangsphilosophie waren. In einem weiteren, offensichtlich von der Frau stammenden Brief ist zu lesen, dass sie "schon in einer besseren Welt warte", bis der 52- Jährige komme.

Die Spur der Frau verlor sich Anfang Februar in Oberösterreich. Damals war das Paar in einem Gasthof in Bad Ischl eingemietet. Am 5. Februar wurden beide in der Stadt gesehen, einen Tag später reiste der 52- Jährige ab. Auffällig soll dabei sein verwahrloster Zustand gewesen sein, als er sich von einem Taxi abholen ließ. Der Verbleib der Frau blieb vorerst ungeklärt.

"Keine Spekulationen"

Vor dem Fund der Leiche in Bad Ischl kamen für die Ermittler mehrere Szenarien infrage, wie die 43- Jährige ums Leben gekommen ist - Mord ebenso wie Tötung auf Verlangen. Christian Hubmer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels, wollte sich am Mittwoch noch nicht festlegen, in welche Richtung die Ermittlungen nun laufen. Er betonte, dass zwar Einiges darauf hindeute, dass es sich bei der Toten um die 43- Jährige handelt, aber die Identität müsse erst mittels DNA- Analyse geklärt werden. Er wolle "keine Spekulationen" anstellen, so Hubmer.

09.03.2016, 13:17
AG/red
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