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25.04.2017 - 14:59
Foto: dpa/Frank Leonhardt

Nach Ehestreit mit Cobra- Einsatz folgt Versöhnung

22.12.2013, 12:29
Einen versöhnlichen Neubeginn will jenes Ehepaar mit drei Kindern starten, das vor knapp zwei Wochen für einen Cobra-Einsatz im burgenländischen Nickelsdorf gesorgt hatte. Die Spezialeinheit war alarmiert worden, da die Frau dachte, ihr Gatte wolle sie erschießen. Später zog die 42-Jährige die Vorwürfe zurück - sie wurde angezeigt. Nun sprach der 34-jährige Ehemann mit der "Krone".

Wie berichtet, war bei der Familie daheim ein Streit eskaliert. Die Ehefrau (42) - sie wusste, ihr Mann besitzt legal eine Waffe - fühlte sich von ihm bedroht. Mit einem Sprung aus dem Fenster flüchtete sie, lief in die nahe gelegene Volksschule und verschanzte sich dort. Ein Großalarm folgte. 25 Polizisten und die Cobra rückten an.

Von dem Einsatz hatte der 34- Jährige selbst zunächst aber gar nichts mitbekommen. "Ich war nachmittags von der Arbeit heimgekehrt. Aufgrund von Missverständnissen kam es dann zum Streit mit meiner Frau wegen einer anonymen Anzeige beim Jugendamt, die jedoch längst geklärt war", erinnert sich der 34- Jährige im Interview. Er spricht ruhig und besonnen.

"Damals war ich in einer Ausnahmesituation"

"Damals war ich in einer Ausnahmesituation", sagt er. Er hatte gedacht, er dürfe seine Kinder nicht mehr sehen. "Ich war durcheinander, musste mich sammeln. Ich trank Kaffee im Garten, rauchte Zigaretten und telefonierte. Auch mit der Polizei, als ich gehört habe, dass ich gesucht werde."

Den Grund dafür erfuhr der Burgenländer später. "Anfangs hieß es nur, ich soll mit erhobenen Händen rauskommen. Erst der Cobra- Einsatzleiter klärte mich auf, worum es eigentlich ging." Widerstandslos hatte sich der 34- Jährige schließlich festnehmen lassen. "Bei der Einvernahme erfuhr ich auch, dass meine Frau aus dem Fenster gesprungen war."

"Wir wollen unsere innige Bindung wieder aufbauen"

Am nächsten Tag durfte der Mann die Arrestzelle in Neusiedl verlassen. Seine Frau hatte wie berichtet einen Rückzieher gemacht - sie wurde wegen falscher Beweisaussage angezeigt. Am Wochenende kam es zur Versöhnung. "Nach einem langen Gespräch wollen wir unsere innige Bindung, auch zum Wohl unserer Töchter, wieder aufbauen", erklärt der 34- Jährige. Am Samstag feierte das Paar Hochzeitstag.

22.12.2013, 12:29
Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung/red
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