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04.12.2016 - 19:04
Die Hundebesitzer lassen sich nicht so leicht von der Seewiese vertreiben.
Foto: MARKUS TSCHEPP

Hundebesitzer: "Wir lassen uns nicht vertreiben"

21.10.2014, 07:55
Dort, wo sich sonst immer zig Hunde tummeln und miteinander spielen, hat auch am Montag gespenstische Leere geherrscht: Nachdem sieben Hunde aufgrund von Giftködern, die sie auf der Hundewiese bei der Seeburg in Seekirchen am Wallersee im Salzburger Flachgau gefunden haben sollen, qualvoll verendeten, wurde das vier Hektar große Areal gesperrt. Die Hundebesitzer wollen gegen die Tierhasser aber keinesfalls kampflos aufgeben: "Wir lassen uns nicht vertreiben."

"Wir werden jetzt das Gras möglichst kurz schneiden lassen und den Schnitt fachgerecht entsorgen", erklärt die Obfrau des Hundewiesenvereins, Gisela Ramsauer. Ein Absuchen des Geländes mit Spürhunden kommt nicht infrage, zu groß ist die Gefahr, dass die Vierbeiner auch in eine Giftfalle tappen. Das Areal soll auch technisch aufgerüstet werden. "Es werden Kameras installiert. Die Anlage bekommt große Schweinwerfer und Bewegungsmelder", so Helmut Naderer, der Klubobmann des Team Stronach.

Mittlerweile wurden auch Proben in ein Labor nach Mödling geschickt, um herauszufinden, welches Gift zum Tod der Tiere führte. Bei der Polizei liegen momentan zwei Anzeigen wegen Tierquälerei vor. Die Veterinäre der Umgebung sprechen von drei Fällen, Obfrau Ramsauer von sieben vergifteten Hunden.

Wer sachdienliche Hinweise hat, meldet diese bei der Polizeiinspektion Seekirchen unter der Telefonnummer 059/133- 505- 126- 100.

"Es kennt sich hier jeder, natürlich auch die Vierbeiner"

Viele Hundebesitzer kamen täglich in das kleine Paradies im Flachgau. "Es kennt sich hier jeder, natürlich auch die Vierbeiner. Es geht einem schon nahe, wenn man das von anderen hört", sind sich Wolfgang und Jasmin einig, die ihren Pitbull "Django" oft auf der Wiese spielen lassen. "Man hat die Tiere nicht die ganze Zeit im Auge, das ist klar", sagt Marion.

"Für mich ist das hier eine Art Lebensmittelpunkt. Wir alle haben hier viele Freunde gefunden", sagt sie weiter. Die Gruppe ist sich einig: "Sobald die Wiese wieder freigegeben ist, kommen wir wieder. Wir lassen uns nicht von einem irren Tierhasser von hier vertreiben."

Tierärztin Barbara Bahr aus Seekirchen behandelte einen der verendeten Vierbeiner. "Am Anfang sah es gar nicht so dramatisch aus. Es ist schlimm, wenn man im ersten Moment einem Besitzer gar nicht sagen kann, warum sein Tier jetzt überhaupt gestorben ist", so die Veterinärin. "Oft wird zu schnell geschrien, dass es sich um eine Vergiftung handelt, aber wenn zwei bis drei Tiere aus einem Ort fast zur selben Zeit verenden, ist das schon auffällig."

Zwei Kaninchen vergiftet?

Im Ort gibt es Vermutungen, dass auch Kaninchen Gift erwischt haben. "Ich passe öfter auf zwei Hasen auf. Sie durften immer in den Garten. Vor circa zehn Tagen lagen beide tot im Gras, mit gerade einmal zwei Tagen Abstand. Das kann kein Zufall sein", so eine Anrainerin. Zwei weitere Hasen starben wenig später ganz in der Nähe. Die Fälle wurden nicht gemeldet.

21.10.2014, 07:55
Iris Wind und Markus Tschepp, Kronen Zeitung/red
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