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30.05.2017 - 08:18
Foto: APA/dpa, Patrick Huber, krone.at-Grafik

Helene Fischer: "Vorwürfe schockieren mich sehr"

29.08.2014, 05:55
Die Vorwürfe eines 63-jährigen Burgenländers gegen Schlagersängerin Helene Fischer schlagen jetzt auch in Deutschland Wellen. Am Freitag berichteten zahlreiche Medien über die Mobbing-Vorwürfe gegen die Sängerin, die gegenüber der "Bild"-Zeitung erklärte, von den Vorwürfen "schockiert" zu sein. Zu einem Schlichtungsgespräch in Eisenstadt, bei dem der Burgenländer auf eine Entschuldigung von Fischer gehofft hatte, hatte der Star lediglich einen Anwalt geschickt.

Heimo Eitel hatte sich für den Termin bei der Servicestelle des Sozialministeriums in Eisenstadt herausgeputzt. Mit Hemd und Krawatte wollte er Helene Fischer gegenübertreten - und die, seiner Meinung nach, längst fälligen Worte der Entschuldigung hören. Denn der Schlagerstar habe - wie berichtet - ihn und andere Behinderte beleidigt.

"Bringt Rentner Heimo (63) Helene Fischer vor Gericht?", titelt die "Bild"-Zeitung" zu den Vorwürfen
Foto: Screenshot: bild.de

Fischer machte "großen Bogen um die Gruppe"

Konkret geht es um die Minuten vor einem Konzert der Sängerin in Mörbisch. "Es hätte zu einem Treffen zwischen ihr und Invaliden kommen sollen. Wir wollten ihr ein Geburtstagsgeschenk überreichen. Doch als Fischer die Behinderten sah, machte sie einen großen Bogen um die Gruppe", behauptet Eitel. Dann habe sie die Fans angeblich sogar noch ausgelacht.

Der 63- Jährige aus Bad Sauerbrunn wollte das nicht auf sich sitzen lassen, beantragte ein Schlichtungsverfahren beim Sozialministerium. Am Donnerstagvormittag hätte es zu einem Treffen zwischen dem Burgenländer und dem Goldkehlchen in Eisenstadt kommen sollen. Doch daraus wurde nichts. Helene Fischer schickte in Vertretung einen Anwalt. "Dieser hat natürlich die Vorwürfe bestritten", so Eitel frustriert. "Ich habe vorgeschlagen, dass Frau Fischer ein Benefiz- Konzert für Behinderte gibt."

Pensionist droht mit Klage

Sollte sich die Sängerin demnächst nicht telefonisch beim Pensionisten melden, reiche er am Montag Klage wegen Diskriminierung ein. Das Management von Helene Fischer hält sich zu den Vorwürfen bedeckt. Man werde ausgesuchten Personen gegenüber eine Stellungnahme abgeben, heißt es aus dem Büro in Deutschland. Und: "Die Sachlage wird offiziell geklärt."

Fischer selbst erklärte am Freitag gegenüber der "Bild"- Zeitung: "Die Vorwürfe schockieren mich sehr. Es liegt mir fern, jemanden in irgendeiner Weise zu diskriminieren, und ich habe das auch noch nie getan. Ich respektiere und achte prinzipiell jeden Menschen von ganzem Herzen. So bin ich erzogen worden, und so lebe ich es."

"Bringt Rentner Heimo (63) Helene Fischer vor Gericht?", fragte das Blatt am Freitag in einem großen Bericht über die Causa, nachdem die "Krone" über die Vorwürfe des Burgenländers berichtet hatte. "Irrer Vorwurf: Rentner will Helene Fischer verklagen", titelte das Nachrichtenmagazin "Focus" und zitierte dazu ebenfalls den "Krone"- Bericht.

29.08.2014, 05:55
Tina Blaukovics, Parick Huber und Brigitte Blabsreiter, Kronen Zeitung/red
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