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26.03.2017 - 13:33
Foto: APA/FF WEIDEN AM SEE/ROMAN WACHTLER

Fieberhafte Suche nach vermisstem 15- Jährigen

27.05.2015, 13:04
Am Neusiedler See im Burgenland ist am Dienstag ein Boot aufgrund des starken Windes gekentert, ein 15-Jähriger gilt seither als vermisst. Die Einsatzkräfte zeigten sich am Mittwoch optimistisch, den Burschen lebend zu finden. Alle Bootsfeuerwehren, der Tauchdienst sowie die Polizei sind im Einsatz, die Suche gestaltet sich aufgrund des Wetters jedoch schwierig. Indes wurden Details zum Unfallhergang bekannt.

Vater und Sohn - beide stammen laut Polizei aus Oberösterreich - waren am Dienstag auf einem Segelausflug, als das Boot kenterte. Laut Wolfgang Bachkönig von der Landespolizeidirektion Burgenland fielen die zwei ins Wasser, konnten sich aber zunächst noch in das Boot retten. Der Bursch sprang jedoch wieder ins Wasser, um die Leine zu lösen, damit das Segel abgezogen und das Boot aufgestellt werden kann. Dabei wurde er von einer Welle abgetrieben.

Foto: APA/FF WEIDEN AM SEE/ROMAN WACHTLER

Der Vater warf seinem Sohn ein Rettungskissen zu und sprang ihm nach, konnte ihn jedoch nicht mehr erreichen, erklärte Bachkönig. Der Mann schaffte es zurück auf das Boot und setzte einen Notruf ab. Er wurde kurz darauf gerettet. Der Katamaran wurde schließlich von der Feuerwehr Weiden am See entdeckt.

"Suchaktion in vollem Gange"

Die Suchaktion nach dem 15- Jährigen startete am Dienstag kurz vor 15 Uhr, im Einsatz waren ein Boot der Polizei, die Feuerwehren der Umgebung, 15 Taucher sowie zwei Hubschrauber. In der Nacht auf Mittwoch wurde mit Wärmebildkameras nach dem Vermissten gesucht. Gegen 4.30 Uhr wurde die Suche dann mit voller Besatzung fortgesetzt. "Die Suchaktion ist in vollem Gange. Derzeit herrscht allerdings Sturmwarnung rund um den See", so der Polizeisprecher. Wegen der starken Windböen und dem dadurch hohen Wellengang seien die Einsatzkräfte besonders gefordert.

"Wir gehen von Lebend- Bergung aus"

"Der See ist an der Stelle, wo es zu dem Unfall gekommen sein dürfte, etwa eineinhalb bis zwei Meter tief. Das ist nicht mehr so seicht, wie man den Neusiedler See sonst kennt", schilderte Peter Kroiss vom Bezirksfeuerwehrkommando Neusiedl am See am Mittwoch. Am Dienstagnachmittag habe man weder vom Hubschrauber aus noch aus den Booten etwas entdecken können. "Seitens der Feuerwehr gehen wir von einer Lebend- Bergung aus. Möglicherweise hat sich der Bursche an Land retten können und liegt irgendwo sehr erschöpft. Wir gehen jedenfalls vom Besten aus", sagte Kroiss.

27.05.2015, 13:04
AG/red
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