Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
04.12.2016 - 23:28
Foto: APA/BARBARA GINDL

Bruder mit Messer bedroht: Bub (14) verurteilt

18.05.2016, 13:06

Am Landesgericht Salzburg ist am Mittwoch ein 14- jähriger Bub wegen schwerer Nötigung verurteilt worden. Der Jugendliche hatte vor zehn Tagen seinen kleinen Bruder mit einem Messer bedroht, um die Mutter zum Aufheben eines Internet- Verbots zu zwingen. Der Jugendliche saß seit dem Vorfall im Gefängnis und wurde am Mittwoch enthaftet. Das Urteil - Probezeit drei Jahre - ist bereits rechtskräftig, es zieht vorerst keine klassische Strafe nach sich.

Wie Gerichtssprecherin Martina Pfarrkirchner sagte, muss der 14- Jährige eine Psychotherapie absolvieren, bekommt Bewährungshilfe und wird in eine betreute Wohngemeinschaft für Jugendliche einziehen. Die Öffentlichkeit wurde zu Beginn der Verhandlung ausgeschlossen, wie sich der junge Angeklagte zur Tat äußerte, ist daher nicht bekannt.

Messer an den Hals gesetzt

Der Jugendliche war am Vormittag des 8. Mai - dem Muttertag - in der Wohnung in der Stadt Salzburg mit seinem neunjährigen Bruder in Streit geraten. Die 43- jährige Mutter kappte schließlich die Internetverbindung in der Wohnung und wies die Streithähne in ihre Zimmer. Unter dem Vorwand, sich bei seinem kleinen Bruder entschuldigen zu wollen, rief der Jugendliche den Neunjährigen zu sich. Dabei packte er ihn unvermittelt und hielt ihm ein elf Zentimeter langes Küchenmesser an den Hals. Er wollte so seine Mutter zwingen, die Internetverbindung wiederherzustellen, um ein Computerspiel weiterspielen zu können.

"Eine Grenze überschritten"

Die verängstigte Frau kam der Aufforderung nach und sperrte sich mit dem jüngeren Sohn im Badezimmer ein. Dann alarmierte sie über den Notruf die Polizei. Erst bei Eintreffen der Streife öffnete die Frau die Tür und ließ die Beamten in die Wohnung. Die Polizisten gingen ins Zimmer des 14- Jährigen und nahmen ihm dort das Messer aus der Hand.

Der Teenager wurde zunächst in Verwahrungshaft genommen, einen Tag darauf wurde wegen Tatbegehungsgefahr die Untersuchungshaft verhängt. Wie Richterin Madeleine Vilsecker am Mittwoch sagte, sei bei der Tat eindeutig "eine Grenze überschritten" worden.

18.05.2016, 13:06
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum