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21.09.2017 - 07:50
Foto: dpa/A3250 Oliver Berg

Zahl der Austritte 2010 um 49 Prozent gestiegen

11.01.2011, 12:47
Schwer zu sagen, ob bei der katholischen Kirche die Freude oder die Trauer überwiegt: Zwar ist bei der Diözese Linz die Zahl der Kirchenaustritte weniger gestiegen als in anderen Diözesen – 49,3 Prozent dürften aber dennoch kein Grund zur Freude sein.

In der Diözese, in der 2009 noch Aufregung um die letztendlich verhinderte Ernennung des erzkonservativen Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof herrschte, sind 13.942 Personen aus der Kirche ausgetreten. 2009 waren es "nur" 9.338. Immerhin traten 713 wieder oder neu in die Kirche ein. Zusätzlich widerriefen 100 Personen ihren Austritt.

Sparkurs als Reaktion

Die vielen Austritte würden eine umsichtige Finanzpolitik für die Arbeit der Kirche wichtig machen, sagte Reinhold Prinz, Ökonom und Finanzkammerdirektor der Diözese Linz am Dienstag. Es gelte, die Kosten in verschiedensten Bereichen zu reduzieren.

Errechnet wurde bis 2014 ein Kürzungsbedarf von acht Millionen Euro, das entspreche etwa zehn Prozent des Budgets von 2010 (75,5 Millionen Euro). Erreicht werden soll dies durch Veränderungen in der Verwaltung und der Verstärkung von Kooperationen im diözesanen Bereich aber auch durch Gehaltsabschlüsse unter der Inflationsrate.

Prinz ging davon aus, dass die Diözese auch 2011 einen ausgeglichenen Haushalt erzielen könne. Die vielfältigen Dienste der Kirche seien nur möglich, weil rund eine Million Katholiken in Oberösterreich ihren Kirchenbeitrag zahlen, so Prinz. Sei ein Schäfchen säumig, finde man im Gespräch eine Lösung.

Nicht Dienstleistungen wolle man zurückfahren, sondern zuerst im Verwaltungsbereich umorganisieren, so Bischofsvikar Wilhelm Viehböck, Direktor des Pastoralamtes der Diözese Linz. Die Austritte seien kein Grund für eine Depression, wichtig sei es, nahe bei den Menschen und präsent zu sein. "Ich glaube, dass die gut eine Million, die bleibt, Aufmerksamkeit verdient", sagte er.

Seine Erfahrung sei, dass viele Menschen sagen, sie seien gern in der Pfarre dabei. Daran, Kirchen zu verkaufen wie in Deutschland, habe man in Linz noch nicht gedacht. Freilich seien manche Gebäude eine relativ große Belastung im Vergleich zum Bedarf, doch es sei nicht angedacht, sich von Gebäuden zu trennen, so Prinz.

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