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21.08.2017 - 03:58
Foto: Chris Koller

"Verbrecher meiden Oberösterreich"

19.07.2009, 09:38
Seit die Grenzkontrollen zu Nachbarländern gefallen sind, muss die Polizei fast landesweit Jagd auf reisende Verbrecher machen. Der enorme Personalaufwand ist nicht unumstritten, die Exekutive verbucht aber mehr Erfolge als zu Passkontroll-Zeiten.

Allein in Oberösterreich sind 160 Polizisten ausschließlich mit der mobilen Jagd auf Verbrecherbanden beschäftigt. 70 davon direkt im Grenzbereich, der Rest im Landespolizeikommando in Linz. „Die Leute werden schwerpunktmäßig eingesetzt, wenn sich wo Delikte häufen. Sonst sind sie mit Kennzeichenerfassungen unterwegs“, erläutert Landespolizeichef Generalmajor Andreas Pilsl (Bild). Es würden nun mehr Kriminelle erwischt als zu Zeiten der reinen Passkontrollen. Zuletzt in diesem Monat im Raum Freistadt vier tschechische und litauische Tätergruppen, teils samt ihrer Beute.

Interview mit Generalmajor Andreas Pilsl

"Die Kriminalität in Oberösterreich darf nicht steigen", ist das Credo von Landespolizeichef Generalmajor Andreas Pilsl.

Viele fordern, Grenzen wieder dicht zu machen und kritisieren den enormen Polizeiaufwand für die Schengener Ausgleichsmaßnahmen.
Pilsl: „Im Gegensatz zu anderen Bundesländern laufen diese Maßnahmen bei uns über das Landeskriminalamt.“

Das bedeutet?
Pilsl: „Wir machen nicht nur wahllos Kontrollen, sondern stochern gezielt hinein. Zeigt das Monitoring wo Schwerpunktkriminalität ist, schalten sich AGM- Gruppen ein.“

Zeigt das schon Erfolge?
Pilsl: „602 Einbrüche weniger als im Vorjahr, österreichweit größter Rückgang bei Autoeinbrüchen! Und wie wir bei Einvernahmen von Verdächtigen gehört haben, spricht sich das schon herum: Oberösterreich wird häufiger von Kriminellen gemieden.“

von Johann Haginger, "OÖ- Krone"

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