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19.08.2017 - 13:04
Foto: Christoph Gantner

Niedergestochener Polizist aus Spital entlassen

01.05.2009, 10:59
Das Messer prallte vor dem Herzen an einer Rippe ab, traf die Lunge: Deshalb überstand der Linzer Polizist Werner K. (49, Bild) den Mordversuch beim Verfolgen eines Amokläufers so gut, dass er nach neun Tagen am Freitag das Krankenhaus verlassen konnte. Es geht ihm besser als dem niedergestochenen Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl (52), der seit 20 Wochen Angst hat, dass der Täter wiederkommt.

Denn hinter dem bayrischen Mordanschlag steckt ein politischer Racheakt dafür, dass Mannichl bei der Beerdigung eines Rechtsextremen eine Hakenkreuzfahne aus dem offenen Grab holen ließ: „Ich muss die Angst haben, dass der Wahnsinnige irgendwann wiederkommt“, schildert der genesene Passauer Polizeidirektor seine psychischen Probleme, die der verletzte Linzer Polizist nun nicht hat: Der von ihm angeschossene drogensüchtige Amokläufer Gerhard S. (38), der vorher seine „Ex“ (40) niedergestochen hatte, war ja bekanntlich rasch verhaftet und verarztet. „Das war ja eine Kurzschlusshandlung – nicht gegen mich persönlich, sondern gegen jeden Verfolger gerichtet“, meint der Beamte zur „Krone“: „Wenn er nach zwei, drei Jahren wieder frei ist, wird er sich wohl nicht mehr an mich und meine Schüsse erinnern“, klagt Werner K. zwar noch über Schmerzen und einen sechswöchigen Krankenstand, lobt aber die kollegiale psychologische „Peer- Support“- Betreuung, die früher „Post- Shooting“ hieß.

„Nach dem Waffengebrauch haben mehrere Kollegen freiwillig unsere Hilfe in Anspruch genommen“, erklärt der Linzer Oberstleutnant Heinz Felbermayr die Aufgabe seiner psychologisch geschulten Eingreiftruppe: „Aber dem Werner geht’s den Umständen entsprechend schon wieder gut.“

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