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18.08.2017 - 22:46
Foto: Jürgen Radspieler

Landtagswahl - steirische Lehren für Oberösterreich

28.09.2010, 09:29
Wie unterschiedlich sich "Brüder" entwickeln können: Oberösterreich und die Steiermark, diese beiden ähnlich großen Bundesländer, lieferten jahrzehntelang einen politischen Paarlauf: Sowohl bei Bundes- wie Landeswahlen lagen die Parteien nicht weit auseinander.

In jüngerer Vergangenheit aber spalteten sich die Wege. Und seit vergangenem Sonntag trennen oberösterreichischen und steiermärkischen Landtag endgültig Welten (siehe Grafik in der Infobox): Während in der ewig schwarz dominierten Steiermark neuerlich die SPÖ Platz 1 erreichte, liegt sie in Oberösterreich seit einem Jahr dramatisch abgeschlagen hinter der Volkspartei.

Weit klaffen aber auch die Resultate von Grünen und Blauen auseinander: Ob der Enns erreichen die Grünen fast zehn, an der Mur trotz Zugewinns vor Auszählung der Wahlkarten gerade 5,3 Prozent. Auch die oberösterreichischen Freiheitlichen liegen erheblich vor den steirischen. Nur die Kommunisten schnitten im Süden besser ab.

Noch etwas trennt die beiden Länder erheblich: Selbst samt Wahlkarten wird die Beteiligung in der Steiermark unter 70 Prozent bleiben, in Oberösterreich waren es stolze 80!

Auf den Kandidaten kommt es an

Was läuft da so anders? Einerseits sind die oberösterreichischen Wähler offenbar überzeugt, dass sie besser regiert werden. Und: ÖVP- Landeshauptmann Josef Pühringer kommt auf weit bessere Zustimmungswerte als sein steirisches SPÖ- Pendant Franz Voves.  Noch viel schwerer hatte es ÖVP- Kandidat Hermann Schützenhöfer. Sein Manko: falsche Wahlkampfstrategie – vor allem aber geringe Sympathien beim Wahlvolk.

Die steirische Lehre für Oberösterreich? Nur mit guter Politik und guten Kandidaten gewinnt man. Mit einem Frontmann (oder einer Frontfrau), der (die) nicht ankommt, dagegen nicht – der siegesverwöhnten oberösterreichischen ÖVP mit ihren Pühringer- Nachfolge- Wehen sei es ins Stammbuch geschrieben!

von Klaus Herrmann, "OÖ Krone"

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