Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.08.2017 - 06:46
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

Frau setzte sich mit Baby an die Gleise - vier Wochen Haft

06.12.2010, 17:16
Eine 22-jährige Frau aus dem Bezirk Vöcklabruck ist in einem Prozess um einen lebensgefährlichen Zwischenfall in einem Bahnhof Montagnachmittag im Landesgericht Wels zu vier Wochen bedingter Haft verurteilt worden. Sie hatte sich mit ihrem 15 Monate alten Sohn zu den Bahngleisen gesetzt, um ihren damaligen Lebensgefährten von der Abreise abzuhalten.

Die Verhandlung fand erst im zweiten Anlauf statt. Zum ersten Termin Anfang November war die Angeklagte nicht erschienen. Nunmehr stellte sie sich dem Gericht. Sie habe vor dem Zwischenfall im vergangenen Sommer mit ihrem Freund Streit gehabt. Deswegen habe sie sich mit ihrem Kind auf dem Arm auf die Bahnsteigkante gesetzt und die Beine über den Schienen baumeln lassen. Sie habe Kopfhörer aufgehabt und Musik gehört, damit sie das "Gefasel" von ihrem Lebensgefährten nicht anhören muss, schilderte sie vor Gericht.

Deshalb bemerkte sie einen Güterzug, der durch die Station fuhr, zu spät, um noch aufzustehen. Der Zugführer sah die Frau und leitete eine Notbremsung ein. Er konnte aber nicht mehr rechtzeitig anhalten und donnerte mit rund 90 km/h an Mutter und Kind vorbei. Die Frau hatte Glück: Nur ein Trittbrett streifte sie und fügte ihr am rechten Knie eine Rissquetschwunde zu. Wäre ein breiterer Personenzug durchgefahren, wäre die Mutter von diesem erfasst worden, sie und ihr Kind hätten den Unfall vermutlich nicht überlebt.

Die Anklage lautet auf Gefährdung der körperlichen Sicherheit des Kindes und Nötigung des Lebensgefährten. Zum ersten Anklagepunkt erfolgte ein Schuldspruch, vom zweiten wurde sie freigesprochen. Sie nahm das Urteil an. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum