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21.09.2017 - 05:30
Foto: Bergrettung

Dramatische Bergung vom Traunstein

06.04.2010, 01:00
"Die beiden sind Todeskandidaten gewesen – dass sie nicht abgestürzt sind, ist für uns ein Osterwunder", hat der erfahrene Gmundener Bergretter Bernhard Ebner nach der Bergung einer 50-jährigen Welserin und deren 14-jährigen Sohn vom Traunstein kommentiert.

Die beiden hatten sich hoffnungslos in steiles Felsgelände verirrt, bis unmittelbar vor eine senkrecht abfallende Wand.

Mit unzureichender Bergausrüstung wollten die Küchengehilfin  und ihr Sohn von Gmunden zum Grünberggipfel. Auf halbem Weg wanderten sie aber über eine Forststraße Richtung Traunstein weiter, überwanden den Gschliefgraben, der ab November '07 monatelang Millionen Kubikmeter Erdreich zum Traunseeufer geschoben hatte, und marschierten Richtung Kaltenbachwildnis.

Mutter und Sohn wollten zum Traunseeufer gelangen, verfehlten aber den markierten Wanderweg und verirrten sich in steiles Gelände. Sie überwanden zum Teil auf allen Vieren mehrere Gräben und Grate, bis sie oberhalb der Zierlerwände nicht mehr vor und zurück konnten. Sie saßen auf der Nordseite des Traunsteins fest.

Schwierige Ortung

"Dann haben sie das einzig richtige gemacht und per Handy die Bergrettung alarmiert", berichtet Ortsstellenleiter Bernhard Ebner. Die Suche war nicht einfach, denn die Frau konnte zur Orientierung nur angeben, das grüne Dach einer Bauhütte zu sehen. "Dort, wo wir die beiden nach längerer Suche fanden, haben wir noch nie jemanden bergen müssen – wir konnten nicht glauben, dass sie sich bis dorthin durchschlagen konnten", so Ebner.

Mit einem 20 Meter langen Bergetau wurdendie beiden von Bergrettern per Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Sie waren körperlich und nervlich am Ende.

Kronen Zeitung

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