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23.08.2017 - 17:12
Foto: Markus Wenzel

Deutscher Häftling in Linz nun auch zu Mordfall verhört

06.06.2011, 11:51
Jener 55-jährige Deutsche, der wegen des Verdachts auf versuchte erpresserische Entführung in Oberösterreich in Untersuchungshaft sitzt, ist am Mittwoch vergangener Woche in Anwesenheit deutscher Ermittler auch zum Erpressungs- und Mordfall Maria Bögerl in Deutschland befragt worden. Parallelen zwischen den beiden Fällen hätten sich bestätigt, sagte ein Beamter der Sonderkommission "Flagge" aus Heidenheim am Montag.

Der Deutsche war Ende April in Tschechien festgenommen und wegen eines Überfalls auf die Frau eines Bankdirektors im Mühlviertel nach Österreich ausgeliefert worden. Da es Ähnlichkeiten zu dem Kriminalfall im deutschen Heidenheim gab, hatten die Behörden in Baden- Württemberg per Rechtshilfeersuchen die Einvernahme des 55- Jährigen begehrt.

Diese Vernehmung haben nun österreichische Kriminalpolizisten in Anwesenheit zweier deutscher Kollegen durchgeführt. Die Angaben des offiziell als Zeugen geführten Mannes müssen noch verifiziert werden, die Ermittlungen dauern an, hieß es aus Deutschland. Zwei Parallelen zum Fall Bögerl hätten sich bestätigt. Einmal sähe der Einvernommene dem Phantombild ähnlich, und auch in Österreich hätte die Frau eines Bankdirektors entführt werden sollen.

Mutmaßliche Entführung im Mühlviertel ging schief
Der 55- Jährige und ein Komplize sollen im Mühlviertel als vermeintliche Bettler an der Haustür geläutet haben. Als die 61- Jährige öffnete, versuchte einer der Männer, sie in das Haus zu drängen. Doch die Frau schrie lauthals und die beiden rannten davon. Über den 55- Jährigen wurde die Untersuchungshaft wegen des Tatverdachtes der versuchten erpresserischen Entführung verhängt. Ihm wird nachgesagt, dass er zur Rockerbande "Bandidos" gehört, was diese und er bestreiten. Er selbst soll den ihm angelasteten Vorfall als versuchte Bettelei darstellen.

Ähnlicher Fall in Deutschland endete tödlich
Das deutsche Opfer Maria Bögerl war ebenfalls eine Bankiersfrau. Die 54- Jährige war am 12. Mai 2010 in ihrem Haus überfallen und im eigenen Wagen entführt worden. Noch am selben Tag erhielt ihr Ehemann einen Anruf, bei dem der Entführer Lösegeld in Höhe von 300.000 Euro forderte. Das deponierte Geld wurde aber nicht abgeholt. Die Frau wurde 22 Tage später erstochen aufgefunden.

06.06.2011, 11:51
AG/kal
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