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25.09.2017 - 08:47
Foto: AFP/NASA/MICHAEL STUDINGER, thinkstockphotos.de

Türkei erhebt nun Ansprüche auf die Antarktis

05.02.2017, 15:41

Der türkische Wissenschaftsminister Faruk Özlü hat angekündigt, dass die Türkei Ansprüche auf Teile der Antarktis erheben will. Denn ein osmanischer Seefahrer habe die Antarktis entdeckt, begründete der Politiker seinen Vorstoß. Deswegen plane die Türkei zunächst einmal den Aufbau eines Forschungszentrums in der Antarktis.

Für das Forschungszentrum werde demnächst eine türkische Delegation in die Antarktis fahren, zitierte die regierungskritische Tageszeitung "Cumhuriyet" den Abgeordneten der islamisch- konservativen AKP- Regierung. Welche Gebiete der Antarktis Ankara einfordern wolle, ließ der Wissenschaftsminister offen.

Evolutionstheorie fliegt aus türkischen Lehrbüchern
Während die Antarktis für die Türkei offenbar von wissenschaftlichem Interesse ist, hat Charles Darwin ausgedient: Bildungsminister Ismet Yilmaz kündigte Ende Jänner an, Darwins Evolutionstheorie aus den türkischen Schulbüchern und Lehrplänen streichen zu lassen. 

Damit würde umgesetzt, was Säkularisten in der Türkei schon seit langer Zeit fürchten: Die islamisch- konservative AKP- Regierung stärkt Schritt für Schritt die religiösen Inhalte in Bildungsanstalten, indem sie etwa die Theorie des Kreationismus unterstützt. Der Kreationismus lehnt die Evolutionstheorie ab und geht davon aus, dass alle Arten von Gott geschaffen wurden ...

Forschungsstation in Antarktis 23 Kilometer versetzt

Unterdessen musste in der Antarktis aufgrund des Klimawandels die britische Forschungsstation "Halley VI" übersiedeln. Die aus acht blauen und roten Modulen bestehende Einrichtung befindet sich nun 23 Kilometer weiter östlich vom bisherigen Standort auf dem Brunt- Schelfeis. 13 Wochen dauerte das Unterfangen, bei dem die Container einzeln auf Kufen gestellt und damit vorsichtig über das Eis gezogen wurden. "Halley VI" dient vor allem der Beobachtung des Klimawandels.

Foto: AFP

Mitte Jänner hatte die Gesellschaft erklärt, dass entgegen ursprünglicher Planung doch kein Team in der Station überwintern werde. Experten fürchteten, dass das Eis in der Umgebung im Winter brechen könnte.

Redakteur
Georg Horner
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