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26.05.2017 - 11:50
Kurz und Straches FPÖ schneiden in der Umfrage gut ab.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH, APA/HELMUT FOHRINGER

Kurz kontert Strache: "Warum die Aufregung?"

07.12.2016, 13:39

Dass sich Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) zum Wahlsieg Alexander Van der Bellens ("Wetten auf ihn empfohlen") geäußert hat, stößt FPÖ- Parteichef Heinz- Christian Strache sauer auf. Auf Facebook stellt er den Charakter von Kurz infrage und wettert: "Zuerst den Mund halten und danach mit vollen Hosen gut stinken!" Der Minister kontert in einem Statement gegenüber der "Krone": "Ich verstehe die Aufregung nicht."

"Ich war nicht sonderlich überrascht, ich habe den Wahlsieg von Alexander Van der Bellen vorausgesagt", verriet Kurz am Dienstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung der Agentur Unique relations in Wien. Er habe Freunden sogar empfohlen, bei Wettanbietern auf Van der Bellen zu wetten.  Sonst blieb der Minister aber neutral: "Nachdem ich vorher keine Wahlempfehlung abgegeben habe, sage ich auch nachher nichts dazu."

FPÖ- Chef Strache empfand aber offenbar selbst das als Provokation. Auf Facebook postete er am Mittwoch: "Davor den Mund halten und danach mit vollen Hosen stinken. Zeigt den Charakter von Herrn Kurz!" Bei einer Pressekonferenz am Dienstag mit dem gescheiterten FPÖ- Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer (siehe Video unten) hatte sich Strache übrigens kämpferisch gegeben: "Nach der Wahl ist vor der Wahl. Es soll keiner glauben, dass wir depressiv im Winkerl unsere Wunden lecken."

Kurz zur "Krone": Verstehe Aufregung nicht"

Der Außenminister konterte am Mittwochnachmittag die Attacke des FPÖ- Chefs. "Ich bleibe bei meiner Linie, dass ich keine Empfehlung abgegeben habe, und sage auch jetzt nicht, wen ich gewählt habe. Aber dass ich über den Wahlausgang nicht überrascht war, stimmt, da versteh ich die Aufregung nicht", teilte er der "Krone" in einem Statement mit.

Video: APA

FPÖ vor Führungsdiskussion?

Polit- Beobachter und Meinungsforscher rechnen demnächst mit einer FPÖ- internen Führungsdiskussion. So weist Hofer in mehreren Umfragen bessere Image- und Vertrauenswerte als Strache auf, eine Personaldebatte werde deshalb kommen, so der Tenor. Strache und Hofer selbst sagten am Dienstag, dass es in der FPÖ keine Personaldebatte geben werde. Strache sei der bessere Parteichef, sagte Hofer, der ankündigte, 2022 wieder als Präsidentschaftskandidat anzutreten.

Redaktion
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