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08.12.2016 - 16:56
Foto: Marshall Photography

Sohn von Johnny Cash: "Musik war sein Leben"

22.03.2014, 17:00
Für Fans der Country-Legende Johnny Cash ist der März ein Freudenmonat - Sohn John Carter Cash hat die Archive seines Vaters sortiert und dabei zwölf unveröffentlichte Aufnahmen entdeckt. Im "Krone"-Interview spricht der 44-Jährige über die Beziehung zu seinem alten Herren, dessen gesundheitlichen Probleme und warum die Musik Vater und Sohn zu guten Kumpels macht.

John Carter Cash hat ein großes Erbe zu verwalten. Der Produzent und mehrfache Grammy- Gewinner sortiert seit Jahren die umfangreichen Archive seines Vaters Johnny Cash und Mutter June Carter- Cash. "Mein Vater war bis zum Schluss unglaublich kreativ", lässt John im "Krone"- Interview auf die Ausmaße des Archivs schließen.

Aufnahmen auf dem Höhepunkt

In den Tresorräumen von Sony Music entdeckte er einen Schatz: Zwölf bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Jahr 1984, die nun auf der CD "Out Among The Stars" erschienen sind. "Die Songs stammen aus einer Zeit, in der mein Vater nicht die Aufmerksamkeit bekam, die er verdient hätte. Die Plattenfirma hatte damals den Glauben an ihn verloren, sie wussten nicht, wie sie ihn vermarkten sollen", erzählt der 44- Jährige. "Die Aufnahmen jedoch sind wunderschön. Ich kann mich noch an die Sessions erinnern, sie waren so energiegeladen. Mein Dad hatte damals viele Krisen hinter sich, er kam gerade aus der Reha- Klinik. Doch im Jahr 1984 war er auf einem Höhepunkt seines Lebens, er war fokussiert, hat viel studiert und einen Roman geschrieben."

John Carter Cash war dann auch als Co- Produzent dabei, als sein Vater die legendären "American Recordings"- Sessions im Wohnzimmer von Rick Rubin einspielte. Eine Zeit, die die beiden eng zusammenschweißte. "Von all seinen Aufnahmen bedeuten mir die ,American Recordings' am meisten. Ich war bis zu seiner letzten Studiosession zwölf Tage vor seinem Tod dabei."

Einsatz trotz Krankheit

Der "Man In Black" war damals schon gezeichnet von Krankheit und Alter. "Er hatte sich in den 90er- Jahren den Kiefer gebrochen, das ist nie richtig verheilt. Den Rest seines Lebens litt er unter starken Schmerzen und konnte nichts dagegen tun, weil er seine Tablettensucht überwunden hatte und nichts mehr nehmen durfte. Dann hat er eine Lungenentzündung bekommen und musste ins Krankenhaus. Und eineinhalb Wochen später war er schon wieder im Studio", erinnert sich John.

"Egal, wie schwer es ihm das Leben gemacht hat, er hat nie aufgegeben, hat immer weitergemacht. Er hatte einen unglaublichen Antrieb – die Liebe zur Musik. Für ihn war das keine Karriere, Musik war sein Leben." Obwohl John als Produzent und Singer/Songwriter seinen eigenen Platz in der Musikbranche gefunden hat, wird er nicht müde, sich mit seinem legendären Vater zu beschäftigen. "Ich bin mit Johnny Cash jeden Tag konfrontiert. Mein Vater ist nicht mehr hier, ich kann ihn nicht mehr anrufen oder um Rat fragen, aber ich bin gesegnet, dass ich durch seine Musik noch so viel Kontakt zu ihm haben kann. Diese CD zu finden war, wie einen alten Freund zu treffen. Denn das war er: mein Buddy!"

22.03.2014, 17:00
Franziska Trost, Kronen Zeitung/frö
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