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Erneuter Fall von Bankomat-Daten-"Skimming"

17.02.2012, 14:27
Erneuter Fall von Bankomat-Daten-"Skimming" (Bild: ANDI SCHIEL)
Foto: ANDI SCHIEL
Betrüger haben im oststeirischen Gleisdorf einen Bankomaten manipuliert und mit den so erhaltenen Kundendaten Bargeldbehebungen in Mexiko durchgeführt. Dabei erbeuteten die Täter nach ersten Schätzungen rund 100.000 Euro. Bisher forschte die Polizei etwa 18 Betroffene aus.

Der "Skimming"- Coup war bereits am 4. Februar verübt worden - er wurde jedoch erst jetzt durch Meldungen von geschädigten Bankkunden publik.

Die Täter hatten den Kartenleser des Geldautomaten manipuliert und zusätzlich eine Minikamera montiert, mit der sie die Geheimzahl ausforschten. Mit den so gewonnenen Informationen wurden Bankomatkarten nachgemacht, die am 10. Februar in Mexiko für Geldbehebungen verwendet wurden. Betroffene Bankkunden stellten die ersten illegalen Kontobewegungen am 13. Februar fest.

Bislang 18 "Skimming"- Geschädigte

Das Material der Überwachungskamera wurde zwar ausgewertet, so ein Polizist, dieses sei aber nicht sehr ergiebig. Man habe auf den Videobändern zwar mindestens einen Täter beim Auf- und Abbau der Minikamera beobachten können, dieser hatte jedoch die Kapuze seiner Jacke tief ins Gesicht gezogen. Bisherige Ermittlungen ergaben etwa 18 Geschädigte, die Kriminalisten gehen aber davon aus, dass die Zahl der Betrogenen weitaus höher ist. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen rund 100.000 Euro betragen.

Die Polizeiinspektion Gleisdorf ersuchte jene Kunden, die zur angeführten Zeit Geldbehebungen am Bankomat durchgeführt haben, sich unter der Telefonnummer 059133/6264 zu melden.

Ähnlicher Fall bereits am Grazer Hauptplatz

Einen ähnlichen Coup hatten Kriminelle am 13. Oktober vergangenen Jahres bei einem Bankomaten am Grazer Hauptplatz gelandet (siehe Infobox): Bei mehr als 100 Kunden waren von deren Girokonten in den folgenden Tagen von Jakarta aus Abbuchungen vorgenommen worden. Laut Grazer Polizei dürfte der Gesamtschaden auch in diesem Fall bei mehr als 100.000 Euro liegen.

AG/red
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