Ouschan gewann damit als erste Frau bei diesem inzwischen als offen ausgeschriebenen Titelkampf eine Medaille. Dabei schien auch das Finale für sie in Reichweite. Doch bei einem Vorsprung von 123:62 gegen Bustamante unterlief der 22-Jährigen ein schwerwiegender Fehler, womit der Asiate wieder ins Spiel kam. Damit war die Partie gelaufen, Ouschan gelang nur noch eine Ergebniskorrektur zum Endstand von 143:200.
"Bustamante ist für Risiko belohnt worden"
"Ja schade, dass er in Mitte des Matches so eine Lauf bekommen hat und in vier Aufnahmen von 62 auf 200 gestellt hat", erklärte Kärntens "Sportlerin des Jahres 2006 und 2007. "Aber sein Sieg geht dennoch vollkommen in Ordnung. Er hat bei manchen Bällen volles Risiko genommen und ist dafür belohnt worden." 2006 war Ouschan in diesem Bewerb bereits WM-Fünfte gewesen.
"Ich kann jeden schlagen"
Mit ihrer Gesamtleistung bei diesem Turnier war sie zufrieden. "Wichtig ist auch für mich das Ergebnis-Feedback bekommen zu haben, dass wenn ich mein Leistungsvermögen abrufen kann, wirklich jeden weltweit schlagen kann." Besonders stolz macht sie, dass sie ihre Vision vom Gewinn einer Medaille bei einer Herren-WM nun erfüllt hat.
"Dass dies jetzt schon, oder gerade jetzt, aufgeht, belohnt uns für unsere jahrelange, auf alle Fälle neuartige Art und Weise, wie wir unseren Sport leben", sagte die WM-Dritte. "Das gibt sehr viel an Motivation in der Zukunft, den Weg weiter so zu gehen." Ouschan bleibt nun noch im "Big Apple" und wird sich ein paar Matches bei den Tennis-US-Open ansehen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.