Damit zog der ÖTV-Davis-Cup-Spieler, der in wenigen Wochen in London beim Länderkampf in Wimbledon dem Schotten wieder gegenüberstehen wird, auch im achten Anlauf in einer dritten Major-Runde den Kürzeren. Besonders bitter, weil sich Melzer in Flushing Meadows in ausgezeichneter Form gezeigt hat. Auch das Match gegen den favorisierten Murray hatte er lange Zeit im Griff.
Starker Beginn Melzers
Im ersten Satz ging es ohne Service-Verlust ins Tie-Break, Melzer hatte dabei bei 5:6 zwei Satzbälle abgewehrt. Nach 56 Minuten nützte er seinen zweiten Satzball zur Führung. Im zweiten bescherte das erste Break des Spiels zum 6:4 Melzer eine komfortable Führung. Im dritten Satz egalisierte der groß aufkämpfende Melzer einen 3:5-Rückstand mit dem Rebreak zum 5:5, im Tiebreak führte er 5:4 und war nur zwei Punkte vom ersehnten Aufstieg in die Runde der letzten 16 entfernt.
Harter Kampf
Nach einer Behandlung nach dem dritten Satz riss aber der Faden abrupt bei Melzer, der vierte Durchgang ging in Windeseile an Murray. Im fünften war Melzer plötzlich wieder da, gewann das Auftakt-Aufschlaggame zu Null und hielt bis zum 3:3 mit. Immer wieder ließ er sich bei Seitenwechseln aber massieren. Ein Break zum 3:4 und dann auch noch zum 3:6 nach Abwehr von zwei Matchbällen besiegelten das Aus der österreichischen Nummer 1 der Tennis-Herren. Damit bleibt Thomas Muster der bisher letzte Achtelfinalist bei den US Open (Viertelfinale 1996).
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