Zwischen Bludenz und dem Arlberg begann die Zuggarnitur plötzlich zu "holpern", Gläser zerbrachen, der Zug kam schließlich etwas schief zum Stillstand, wie Augenzeugen berichteten. Neben dem Steuerwagen waren weitere zwei Waggons aus den Schienen gesprungen, wie die ÖBB am Dienstagabend informierten. Keiner der etwa 150 Fahrgäste wurde verletzt.
Schließlich wurde eine Ersatzgarnitur zur Entgleisungstelle gefahren, die Passagiere stiegen um, wurden mit dem Ersatzzug zurück nach Bludenz transportiert und von dort mit Bussen über den Arlberg gebracht. Der Zug war in Zürich um 16.40 Uhr planmäßig abgefahren und sollte am Mittwoch um 0.44 Uhr in Wien ankommen.
Wie ÖBB- Pressesprecher Rene Zumtobel am Mittwoch mitteilte, dürfte ein Schienenbruch infolge von Materialermüdung die Ursache für die Entgleisung gewesen sein.
Um die Waggons wieder auf die Gleise zu stellen, wurde ein Schienenkran aus Wels angefordert. Damit dieser seinen Schwenkarm einsetzen kann, wird derzeit die Oberleitung entsprechend vorbereitet.
"Das Ganze passiert bei sehr viel Schnee, der auch erst einmal beiseite geräumt werden muss. Das sind absolut schwierige Arbeiten", betonte der Sprecher. Daher sei mit einer Wiederaufnahme des Fahrbetriebs frühestens im Laufe des Donnerstags zu rechnen.