So, 19. November 2017

50 statt 25 Euro

16.03.2008 18:33

Verdoppelte Strafe für Telefonitis am Steuer

Bisher waren 75 Prozent der Autolenker mit Handys quasselnd unterwegs. Eine Verdoppelung der Strafe auf 50 Euro soll die ungenierte Telefonitis am Steuer auf den Straßen im Land ob der Enns endlich eindämmen. Bei einer aktuellen „Aktion scharf“ in Linz wurden gleich 400 Handy-Sünder ertappt und bestraft.

Eigentlich hätte das verschärfte Handyverbot bereits ab Anfang des neuen Jahres gelten sollen. Doch Mitte Jänner fehlte der Exekutive noch immer die Ermächtigung, die doppelte Handy-Strafe in der Praxis umzusetzen. Erst ab Februar galten in Stadt und Land die erhöhten Straftarife. Doch das Gros der Autolenker ließ die mediale Ankündigung der höheren Bußen offensichtlich ziemlich kalt. Das zeigen zumindest die in der Landeshauptstadt im Vormonat durchgeführten Schwerpunktaktionen. Da wurden nicht weniger als 400 Handy-Sünder am Volant ihrer Fahrzeuge erwischt und bestraft.

„Vermutlich fahren die in Zukunft nicht mehr mit dem Handy am Ohr“, hofft ein Polizist. Bislang waren ja 25 Euro Geldstrafe sowie Warnungen der Experten, dass durch die Handy-Benützung beim Fahren das Unfallrisiko gleich ums Vierfache steige und jeder zehnte Crash „Ablenkung und Unachtsamkeit“ zur Ursache hat, kein wirksames Mittel gegen die Telefonitis am Steuer. Telefonieren hinterm Steuer nur im geparkten Auto  da hat man kein Unfallrisiko und muss keine empfindliche Geldstrafe fürchten.

 

Foto: Peter Tomschi

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