Di, 12. Dezember 2017

Riesenschaden droht

06.12.2017 10:22

Top-Banker fordert besseren Schutz vor Cybercrime

Joachim Wuermeling, Vorstand der deutschen Bundesbank, hat die Finanzwirtschaft zu verstärkten Anstrengungen zum Schutz vor Cyber-Attacken aufgerufen. "Fällt zum Beispiel eine Börse oder ein Zahlungsverkehrssystem aus, sind davon sofort Tausende von Teilnehmer betroffen", warnte Wuermeling auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt.

Erstrebenswert sei unter anderem ein einheitliches Sicherheitsniveau. Wichtig sei zudem eine kontinuierliche Überwachung. "Das effektive Suchen und Finden von Schwachstellen ist eine unserer Hauptaufgaben." Wuermeling ist bei der Bundesbank für die Themen Informationstechnologie und Märkte zuständig.

400 Milliarden Euro Schaden durch Hacker-Angriffe
Schätzungen zufolge verursachen Cyber-Attacken jährlich weltweit Schäden von etwa 400 Milliarden Euro. "Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland sind in den vergangenen beiden Jahren Opfer von Cyber-Angriffen geworden", sagte Wuermeling. Profitorientierte Angreifer hätten ihre Taktiken, Techniken und Prozesse erheblich weiterentwickelt. Auch die Bundesbank sei Ziel von Angriffen gewesen, gegen die sie sich aber bisher erfolgreich verteidigt habe. Allein im vergangenen Jahr wehrte die Notenbank laut Wuermeling rund 10.000 mit Schadsoftware verseuchte Emails ab.

Im Sommer hatte der bei der Bundesbank für die Bankenaufsicht zuständige Vorstand Andreas Dombret die Einführung von speziellen Hacker-Stresstests für Geldhäuser ins Spiel gebracht. In anderen Ländern hätten Aufsichtsbehörden Cyber-Angriffe auf Banken simuliert, um deren Schutz zu testen.

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Redaktion
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