Mi, 13. Dezember 2017

Wirbel an Gymnasium

01.12.2017 09:28

Hausmeister bunkerte Drogen im Schul-Keller

Drogen-Alarm an einer Innsbrucker Schule! Suchtgiftfahnder der Polizei entdeckten am Mittwoch in einem Kellerraum eines Gymnasiums in der Innenstadt eine Hanfplantage samt professioneller Aufzuchtanlage. Ein Hausmeister der Schule steht unter dringendem Verdacht.

Unter Schülern und Lehrern des Oberstufengymnasiums in der Innenstadt gibt es derzeit nur ein Thema: der Drogenfund! Nachdem bei der Polizei ein konkreter Hinweis eingegangen war, machten die Suchtgiftfahnder Mittwoch Früh ernst und statteten der Schule einen Besuch ab. In einem versperrten Kellerraum, in dem unter anderem die Haustechnik untergebracht ist, wurden die Ermittler dann tatsächlich fündig: 800 Gramm abgeerntetes Marihuana mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von bis zu 10.000 € und 13 Cannabisstauden konnten sichergestellt werden.

Direktor: "Konnte es zuerst nicht glauben"

Wem das Drogenlager gehörte, darüber hüllt sich die Polizei in eisernes Schweigen. Nur so viel: Verdächtigt werde ein langjähriger Bediensteter der Schule. Gestern ist schließlich durchgesickert, dass es sich um einen der Hausmeister handeln soll. "Am Montag haben mich die Ermittler erstmals von diesem Verdacht in Kenntnis gesetzt. Ich musste zuerst lachen, konnte es einfach nicht glauben", schildert Schuldirektor Peter Martha der "Krone".

Verdächtiger wollte seine Schmerzen lindern

Als der Betroffene, der seit etwa 30 Jahren im Dienst der Schule steht, am Mittwoch damit konfrontiert wurde, habe er gestanden und die Polizei und den Direktor zum Drogenversteck geführt. Jetzt ist er im Krankenstand. "Der Raum steht allein in privater Nutzung des Bediensteten, der in der Schule wohnt und die Hanfpflanzen laut eigener Aussage zu medizinischen Zwecken gezogen hatte, um Schmerzen zu lindern", betont Martha und ergänzt: "Weder Schüler noch Lehrer hatten Zugang zum Raum." Nun ist die Behörde am Zug. Diese entscheidet, ob der Betroffene seinen Job behalten kann.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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