Mo, 18. Dezember 2017

Start in Wostotschny

28.11.2017 11:21

Russland verliert Kontakt zu Wetter-Satellit

Eineinhalb Jahre nach der Eröffnung seines neuen Weltraumbahnhofs Wostotschny hat Russland am Dienstag zum zweiten Mal eine Rakete von dort ins All geschossen. Die "Sojus"-Rakete startete planmäßig von dem Kosmodrom rund 8000 Kilometer östlich von Moskau, doch nach dem Start habe man den Kontakt zum Wetter-Satelliten, den sie ins All bringen sollte, verloren.

Es sei nicht gelungen, eine Verbindung herzustellen, der Satellit vom Typ "Meteor-M" habe seine Zielumlaufbahn um die Erde nicht erreicht, teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos am Dienstag mit. Nach der Ursache werde gesucht. Möglicherweise habe die Raketenoberstufe vom Typ Fregat nicht planmäßig gezündet, hieß es aus Behördenkreisen.

Die "Sojus"-Rakete, die auch 18 Mikrosatelliten in eine Umlaufbahn um die Erde bringen sollte, war zuvor planmäßig gestartet. Es war erst der zweite Flug einer Rakete vom Kosmodrom Wostotschny. Die erste Rakete war am 28. April 2016 von dort gestartet. Damals war Präsident Wladimir Putin zur Eröffnung der Raumfahrtbasis angereist. Wegen eines technischen Defekts war der Start damals aber kurzfristig um einen Tag verschoben worden. Skandale hatten das "Jahrhundertprojekt" zudem immer wieder gebremst.

Mit Wostotschny will sich Russlands Raumfahrt von Nachbar Kasachstan unabhängig machen, auf dessen Gebiet sich das Kosmodrom Baikonur befindet. Russland pachtet dieses für jährlich 115 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 96,5 Millionen Euro).

In Baikonur hat die Sowjetunion Raumfahrtgeschichte geschrieben: Von dort flogen der erste Satellit, "Sputnik-1", sowie der erste Mensch, Juri Gagarin, ins Weltall. Derzeit fliegen nur von Baikonur aus Menschen zur Internationalen Raumstation ISS. Langfristig sollen auch von Wostotschny Astronauten ins All starten.

 krone.at
Redaktion
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