Sa, 26. Mai 2018

Hydrant gab auf

27.11.2017 06:38

Feuerwehr löschte mit Wasser aus Nachbars Pool

Das Schwimmbad vom Nachbarn hat im oberösterreichischen Steinerkirchen an der Traun eine vierköpfige Familie davor gerettet, alles zu verlieren. Weil vom Hydranten zu wenig Wasser kam, drohte der Brand eines Carports das Wohnhaus einzuäschern. Nun ist es zwar vorerst unbewohnbar, aber der Pool eines Nachbarn verhinderte Schlimmeres.

"Der Hydrant war überfordert, wir mussten uns nach anderen Wasserquellen umsehen", berichtet Mario Rosenauer, Kommandant der Feuerwehr Steinerkirchen. Nachdem klar war, dass sich die Eltern und ihre zwei erwachsenen Töchter (25 und 27 Jahre alt) selbst in Sicherheit gebracht hatten, konnte sich die Feuerwehr aufs Löschen konzentrieren - doch das dafür nötige Wasser drohte auszugehen.

15.000 Liter Wasser im Becken
Der Löschteich war rasch gefunden: der Pool beim Nachbarn Hermann Hartinger, der zuvor auch den Notruf gewählt hatte und mit einem Gartenschlauch verzweifelte Löschversuche gestartet hatte. 15.000 Liter Wasser waren noch im Becken, und die wurden für die Brandbekämpfung herausgepumpt.

Ersatzbleibe organisiert
Mit Müh und Not konnte das Haus gerettet werden, doch es wurde schwerst beschädigt und ist derzeit unbewohnbar. Bürgermeister Thomas Steinerberger und die Feuerwehr haben im Ort schon eine Ersatzbleibe für den 57-jährigen Hausbesitzer und dessen Familie organisiert.

Die Brandursache ist noch nicht völlig klar, ein technischer Defekt am Pkw, der in dem Carport stand, ist am wahrscheinlichsten.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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