So, 27. Mai 2018

Vierbeiniger Kollege

31.08.2017 16:17

Wenn ein Polizeihund in Pension ist

Einbrecher, Drogendealer und Co. gaben auf, sobald sie "Lena" im Visier hatte - nach ihrer Dienstausmusterung darf sie weiter beim Herrchen bleiben

Sie sind unverzichtbare Helfer im Kampf gegen die Kriminalität, doch auch der fleißigste Diensthund kann nicht ewig arbeiten! Für "Lena", die Hündin des Polizeihundeführers Bernhard Augdoppler aus Hartkirchen, war es nach 9½ Jahren im aktiven Polizeieinsatz so weit, die "Partnerin mit der kalten Schnauze" durfte aus dem Dienst ausscheiden. Der Diensthundeführer verschwendete keine Sekunde daran, über den weiteren Werdegang seiner treuen Begleiterin nachzudenken: "Für mich war klar, dass ,Lena‘ in meinen Privatbesitz übergeht und bis an ihr Lebensende bei meiner Familie lebt", so der Polizist.

Intensive Bindung
Laut ihm gäbe es nur vereinzelt Hundeführer, die das nicht so handhaben. Immerhin baue man über die Jahre eine sehr intensive Bindung mit seinem vierbeinigen Kameraden auf. Bernhard Augdoppler: "Letzten Endes vertrauen wir unserem Diensthund unser Leben und unsere Gesundheit an."
"Lenas" Karriere begann im Februar 2006, als sie im Alter von 13 Wochen von ihrem neuen Herrchen Bernhard Augdoppler vom Züchter in Niederösterreich abgeholt wurde. Bereits im März darauf begann die Ausbildung zum Diensthund. Aufgrund ihrer hervorragenden "Nasenarbeit" wurde sie zum Suchtmittelspürhund ausgebildet.
In ihren doch einigen hundert Einsätzen konnten mit ihrer Hilfe mehrere Kilo an Heroin, Kokain, Marihuana und dergleichen sichergestellt werden. Sogar in der Nacht vor ihrer Pensionierung hatte sie noch etliche Suchtgifteinsätze bei einem Drogenplanquadrat.

Einbrecher aufgespürt
"Lena" sorgte auch für mediale Schlagzeilen: So spürte sie nach einem Einbruch in Wels den moldawischen Täter auf einem 500 Meter vom Einbruchsort entfernten Autoschrottplatz auf.
Damit der "Pensionsschock" nicht allzu groß ist, macht der Hundeführer weiterhin Übungen wie im Aktivdienst. Wenn er sie zum Beispiel das eine oder andere Mal mit in den Dienst nimmt, legt er ihr Suchtgift zur Suche aus. Auf die Frage, wie sich "Lena" mit "Gun", dem neuen Diensthund ihres Herrchens und damit ihrem Nachfolger, verträgt, antwortet Augdoppler: "Gott sei Dank gibt es keine Probleme, die beiden sind ein Herz und eine Seele."

M. Augdoppler, Kronen Zeitung

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