Do, 24. Mai 2018

Zu gutgläubig

15.08.2017 06:15

Betrüger fuhr mit Bike seines Opfers davon

Vorsicht bei Internetgeschäften, warnen die Sicherheitsbehörden immer wieder. Das gilt nicht nur bei anonymen virtuellen Käufen und Verkäufen, sondern auch bei realen Treffen. Ein Innviertler bot sein Motorrad online an, worauf sich ein Interessent meldete. Der wollte eine Probefahrt machen, ist seither verschwunden.

"Das Böse ist immer und überall!" Ganz so arg, wie es die Kultband "Erste Allgemeine Verunsicherung" getextet hat, ist es zum Glück noch nicht, doch vor allem im Internet tummeln sich besonders viele Gauner. Jüngstes Opfer wurde ein 26-jähriger Innviertler, der sein Motorrad auf einer Online-Verkaufsplattform angeboten hatte. 4500 Euro wollte er für das Stück. Tatsächlich meldete sich rasch ein Interessent, der sich am Sonntag um 21 Uhr mit dem Verkäufer in dessen Heimatgemeinde Andorf traf. "Er war interessiert, wollte aber zuerst noch eine Probefahrt machen", zeigte das Opfer später an. Denn der Interessent - ein etwa 178 Zentimeter großer Mann mit schwarzen Haaren und südländischem Aussehen - kam von der Probefahrt bisher nicht mehr zurück.

Auch Hörschinger Opfer von Probefahrt-Trick
Auf gleiche Art war Mitte Mai auch ein 41-Jähriger aus Hörsching seinen im Internet angebotenen gebrauchten Audi A6 im Wert von 1500 Euro losgeworden: Ein Interessenten-Trio bat um eine Probefahrt, verschwand mit dem Auto.

Internet-Straftaten in OÖ um 18,8 Prozent gestiegen
"Gauner setzen da auf die Gutgläubigkeit der Opfer, nutzen das schamlos aus", wissen Polizeifahnder. Im Gegensatz zu den meisten Eigentumsdelikten sind Straftaten im Internet steigend: So gab es im heurigen ersten Halbjahr in Oberösterreich mit 702 angezeigten Fällen von Internetbetrug um 18,8 Prozent mehr derartige Fälle, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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