Mi, 23. Mai 2018

Unfall

14.08.2017 09:17

Kombi flog über Imbiss: Jugendlicher (17) starb

Ein schreckliches Bild bot sich den vielen Helfern Samstagabend im Kuchler Ortsteil Kellau: Ein Wrack wie aus der Schrottpresse vor einem halb zerstörten Imbiss. Daneben versuchten Sanitäter vergeblich das Leben eines Jugendlichen (17) zu retten. Dessen beiden Freunde landeten schwerst verletzt im Spital.

Plötzlich und ohne erkennbare Ursache geriet der Lenker (18) gegen 22 Uhr auf das rechte Straßenbankett, heißt es von der Polizei. Er verriss das Lenkrad, der Peugeot 206 Kombi trudelte und raste links über eine Böschung, die einige Meter weiter zur Schanze für die Karre wurde. Der silberne Pkw hob mitsamt den Jugendlichen ab, riss das Dach vom "Kellauer Stüberl" runter und landete beschädigt auf der Wiese davor. Dabei ist ein Insasse von der Rückbank aus dem Auto geschleudert worden.

Sofort eilten Passanten und Einsatzkräfte zum Wrack und zu den Verletzten - auch eine Ärztin war zufällig anwesend. Die Medizinerin begann umgehend mit der Erstversorgung während die restlichen Rettungskräfte eintrudelten. Doch der 17-Jährige überlebte es nicht - er erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Lenker und Beifahrer (ebenso 17) sind schwer verletzt in das Landes- bzw. Unfallkrankenhaus nach Salzburg gebracht worden.

Experte Gerhard Kronreif rekonstruiert nun Unfall
Die Staatsanwaltschaft ordnete nach Rücksprache mit der Polizei einen Bluttest an und beauftragte den Sachverständigen Gerhard Kronreif um den Gründen nachzugehen: "Ich werde die Unfallursache rekonstruieren. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt bei der Geschwindigkeit des Fahrzeuges, und ob es zu einem Aufmerksamkeits-Fehler kam." Auch die Frage ob und wie die Insassen angeschnallt waren, gilt es zu klären. Zumindest der tödlich verunglückte Halleiner dürfte keinen Gurt angelegt haben. Unklar ist, ob der Lenker alkoholisiert hinterm Steuer saß.

Tourist drehte trotz einer Sperrlinie um: Unfall
Ein Lenker aus Kuwait (47) hat gegen 22.30 Uhr auf der B311 in Maishofen trotz doppelter Sperrlinie seinen Wagen gewendet. Ein entgegenkommender Einheimischer (19) hatte keine Chance zum Ausweichen, krachte in den voll besetzten Van. Der Kleinbus prallte daraufhin gegen ein weiteres Auto während der Pinzgauer gegen einen Masten donnerte. Bilanz: acht Personen wurden verletzt, der Beifahrer des Touristen schwer. Vor Ort waren drei Notärzte und acht Feuerwehrautos.

Tauernautobahn: Crash auf dem Pannenstreifen
Ähnlich viele Rettungskräfte sind in der Nacht auf Sonntag, gegen 1 Uhr, auf die A10 bei Flachau gerufen worden: Zwei deutsche Familien hatten ihre Autos am Pannenstreifen abgestellt. Ein weiterer deutscher Lenker krachte hintenrein. Ein Kind (11) und seine Mama (39) sind schwer verletzt worden - neun weitere erlitten leichte Verletzungen.

Antonio Lovric, Kronen Zeitung

Interview: Rupert Unterwurzacher, Feuerwehr-Kommandant in Kuchl, war mit 40 Kameraden am Unfallort.

Herr Unterwurzacher, können Sie uns schildern, was sich bei ihrer Ankunft dort abgespielt hat?
Als wir ankamen, wurden die drei Schwerverletzten bereits vom Roten Kreuz betreut. Auch Nachbarn, Passanten und Leute von einem Zirkus haben vorbildlich mitgeholfen. Eine Ärztin war auch vor Ort.

Was ist mit den drei Jugendlichen genau passiert?
Einer wurde beim Unfall aus dem Wagen geschleudert. Dieser verstarb leider noch am Unfallort. Die anderen beiden wurden von Passanten aus dem Wrack befreit. Sie waren schwer verletzt und wurden ins Spital gebracht. Unsere Aufgabe waren die Aufräumarbeiten. Dazu haben wir die Bundesstraße über drei Stunden gesperrt.

Wie stark wurde der Imbissstand beschädigt?
Das Auto hat es bei dem tragischen Unfall auf das Dach katapultiert. Der Schaden hielt sich aber in Grenzen.

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