Mo, 20. November 2017

In Innsbruck gedealt

12.08.2017 09:57

Cobra-Einsatz: Sechs Koks-Barone festgenommen

Enormer Schlag gegen die Innsbrucker Drogenszene! Die Polizei konnte eine ganze Bande sprengen, die kiloweise Koks und Cannabis nach Tirol geschmuggelt und die Ware hier unter die Leute gebracht haben soll. Sechs Männer - darunter vier Nordafrikaner - sitzen bereits in U-Haft. Rund 50 Abnehmer wurden bisher angezeigt!

Einige brisante Fakten vorneweg: Für ein Gramm Kokain muss man in Innsbruck aktuell zwischen 80 und 120 Euro hinblättern. Sprich: Ein Kilo Koks hat einen Straßenverkaufswert von bis zu 120.000 Euro. Ein Gramm Cannabis gibt’s hingegen schon ab 10 Euro.

Angesichts dieser Zahlen ist der Polizei da wohl ein ganz großer Coup gelungen. Bereits seit Anfang des Jahres hatten die Suchtgift-Jäger der Innsbrucker Kripo die Bande im Visier. Der konkrete Verdacht: Monatelang sollen kiloweise Drogen in Form von Kokain und Cannabis in die Landeshauptstadt gekarrt worden sein. Anschließend wurde die Ware, die offenbar von außergewöhnlich guter Qualität war, im großen Stil verkauft. Innerhalb der Gruppe war die Aufgabenverteilung strikt geregelt. "Ein in Italien lebender 41-jähriger Marokkaner lieferte zumindest seit Ende 2016 alle zwei Wochen mehrere hundert Gramm Kokain nach Innsbruck", weiß Chefermittler Markus Wander. Als Adressaten fungierten ein Einheimischer (42) sowie ein Marokkaner (36). Letzterer ist für die Polizei übrigens kein Unbekannter - er sei bereits aufgrund anderer Drogendelikte mehrfach vorbestraft.

Drogenkurier brachte den Stein ins Rollen

Der 41-jährige Drogenlieferant soll zudem die berüchtigte Nordafrikanerszene mit mehreren Kilo Cannabis versorgt haben. Und schließlich war es ausgerechnet er, der den Stein ins Rollen brachte. Ende April führte der Marokkaner mit einem italienischen Komplizen (29) eine weitere Suchtgiftfahrt nach Innsbruck durch. Dort angekommen, schlug die Polizei mit Unterstützung der Sondereinheit Cobra zu. Die Männer, die dieses Mal 350 Gramm Kokain im Gepäck hatten, wurden festgenommen. Folglich klickten auch bei den beiden verdächtigen Adressaten sowie bei zwei weiteren mutmaßlichen Mittätern aus Nordafrika die Handschellen. Über alle sechs Männer wurde die U-Haft verhängt.

Verkauft wurden die Drogen offenbar hauptsächlich in einer Kellerbar im Stadtteil Wilten. Laut Ermittler Wander wurden bisher an die 50 Kunden ausgeforscht und angezeigt.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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