Sa, 26. Mai 2018

Via Online-Anzeigen

11.08.2017 09:00

Betrug mit günstigen Pkw, die es gar nicht gibt

Immer wieder versuchen Betrüger mit Kleinanzeigen für Pkw im Internet, Menschen um ihr Geld zu bringen. Auf Kaufinteressenten, die sich bei den vermeintlichen Verkäufern auf ihre verlockenden Angebote hin melden, wartet aber kein Auto, sondern lediglich ein finanzieller Schaden…

"Das Auto ist Baujahr 2008, bestens gepflegt und unfallfrei, hat keine Kratzer oder sonstigen Defekte" - die Kleinanzeige im Internet für einen Familienauto eines deutschen Herstellers klang seriös, der Preis nach einem wirklich guten Angebot. Auch Robert S. aus der Steiermark ist bei der Suche nach einem neuen Wagen auf eine solche Annonce aufmerksam geworden und hat eine Anfrage an den vermeintlichen Verkäufer geschickt. Dieser behauptete sogar, ein Angestellter der norwegischen Botschaft in Österreich gewesen zu sein. Weil er mittlerweile aber wieder in seiner Heimat leben würde, wolle er das Auto, das sich noch in Österreich befinde, verkaufen. Um glaubwürdiger zu wirken, sendete der Betrüger sogar die Kopie seines angeblichen Reisepasses sowie Fotos, die ihn und seine Familie zeigen sollen. Nachdem er nicht mehr in Österreich sei, wolle oder könne er das Geschäft aber nur über einen Transportdienstleister abwickeln. An diese Firma hätte Herr S. das Geld zuvor überweisen müssen, bevor er den Wagen geliefert bekommt. An diesem Punkt wurde der Steirer dann endgültig stutzig. Anstatt mit dem "Verkäufer" weiter zu verhandeln, reagierte der Leser besonnen, brach den Kontakt ab und informierte uns über den Vorfall.

Herr S. hat damit laut Jakob Kalina, Experte der Watchlist Internet, genau richtig gehandelt. "Der Leser ist an einen Betrüger geraten. Fälle wie dieser sind bestens bekannt und kommen sehr häufig vor." Die Kriminellen würden vorgeben im Ausland zu sein, weshalb eine persönliche Pkw-Übergabe nicht möglich sei. Der Kauf solle stattdessen über ein Transportunternehmen abgewickelt werden. Dieses nehme angeblich Auto und Kaufpreis entgegen und liefere nach Überprüfung dann das Auto aus. In Wahrheit existiert aber weder Firma noch das Auto. Zahlt der Käufer, erhält sein Geld direkt der Betrüger. Was bleibt, ist ein finanzieller Schaden auf Seiten des Käufers sowie die Gefahr, dass die zuvor bekannt gegebenen persönlichen Daten von den Betrügern für Verbrechen unter fremden Namen genutzt werden.

Informationen zu Fällen wie den gerade geschilderten finden Sie auf den Seiten der Watchlist Internet.

 Ombudsfrau
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