Sa, 16. Dezember 2017

Untersuchung ergab

30.06.2017 16:41

Jeder 2. Lenker hält sich für "unfehlbar"

Alle anderen sind zu dumm zum Autofahren, nur ich nicht! Diese Einstellung haben laut einer aktuellen Erhebung der Asfinag 43 Prozent der Verkehrsteilnehmer in Oberösterreich und glauben besser zu fahren, als der Rest. Obwohl die meisten Lenker schon Freunde oder Verwandte im Straßenverkehr verloren haben.

Mit der neuen Kampagne "Hallo Leben" will die Asfinag für mehr Risikobewusstsein im Straßenverkehr werben. Ob die Botschaft ankommt, wenn sich rund die Hälfte der Lenker ohnehin für "unfehlbar" halten? Allerdings gaben viele bei einer Befragung auch offen Verfehlungen zu.
Rasen: 56 Prozent der Oberösterreich fahren bewusst schneller, wenn sie spät dran sind und auch, wenn wenig Verkehr ist.

Drängeln: Auf der Autobahn hält bei Tempo 130 so gut wie niemand den Mindestabstand von 70 Metern, also 14 Fahrzeuglängen ein. Jeder Zehnte fährt bis auf zwei Autolängen auf, 51 Prozent lassen drei bis sechs Fahrzeuge Platz, nur 15 Prozent neun oder mehr.

Pausen: Kaum jeder zweite macht auch bei langen Fahrten Rast. Ideal wäre eine Pause alle zwei Stunden.

Überholen: Ein Drittel der 1000 Befragten gaben zu, zumindest gelegentlich rechts zu überholen, andere langsamere Lenker durch Anblinken oder Anhupen zu drangsalieren.

Ablenkung: 45 Prozent der Autolenker gaben an, dass sie während der Fahrt gelegentlich zum Handy greifen. Jeder Fünfte sagte, dass es vor allem dann passiert, wenn ein Familienmitglied anruft oder schreibt.

Angurten: Neun Prozent der Lenker verzichten vorne auf den Gurt. Wenn sie hinten sitzen,  nimmt es sogar jeder dritte nicht genau.

Einschätzung: 85 Prozent glauben, sicherheitsbewusst zu fahren.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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