Sa, 16. Dezember 2017

Betrug

11.06.2017 16:17

Abzocke beim Staatenbund

Bei den Ermittlungen gegen die sogenannten "Staatsverweigerer" geht es jetzt Schlag auf Schlag. Aus den Reihen jener, die weder Staat noch Gesetze anerkennen und Richter, Exekutoren sowie Polizeibeamte erpressen, sitzen 17 in Haft. Unter ihnen zwei Kärntner. Sie sind auch wegen gewerbsmäßigen Betruges dran.

Denn offenbar geht es beim Staatenbund auch darum, an Geld zu kommen. Und da scheint man bei der Wahl der Mittel nicht gerade zimperlich zu sein. Beim Anwerben neuer Mitglieder wird gern auf die eigene Brieftasche geschaut. 200 Euro zahlte ein Ex-Mitglied nach eigenen Aussagen für ein Kfz-Kennzeichen, 130 Euro für eine Lebendgeborenen-Urkunde. Der frühere Staatsverweigerer erzählt: "Bei Treffen hetzen die Führungspersonen gegen Finanzamt, Polizei, Gerichte. Also genau gegen jene, mit denen sie Probleme haben."

Und viele hätten Schulden - entweder beim Finanzamt, bei Banken oder Verpächtern. Bei "Stammtischen" würden sie dann noch von den Chefs abgezockt, die Geld für obskure Bankengründungen, Vorträge oder geheimnisvolle Geräte einstreifen. Der Staatsanwalt wertet das als gewerbsmäßig schweren Betrug

Monatelang wurde ermittelt, mittlerweile sitzen zwei Kärntner in Untersuchungshaft. Helmut Mayer, Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung: "Einer von ihnen hat Stammtische im Bezirk Villach geleitet. Insgesamt handelt es sich um 160 Anzeigen."

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