Fr, 15. Dezember 2017

Osttirol

08.06.2017 15:46

Bankomat in die Luft gejagt

Drei Vermummte haben in der Nacht zum Donnerstag in Nußdorf-Debant (Osttirol) einen Bankomat der Sparkasse Lienz gesprengt. Die Safeknacker haben dann die Geldkassetten herausgenommen, geleert und in ein angrenzendes Feld geworfen. Die Unbekannten sprangen danach in ihr Fluchtauto und rasten davon.

Die Polizei war rasch am Tatort; eine Anrainerin hatte nämlich gegen 4 Uhr die Detonation gehört, nachgesehen und gerade noch die drei Gestalten über ein Feld laufen gesehen. Der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes Tirol, Christoph Hundertpfund: "Sie erkannte, dass die drei Sturmhauben und Handschuhe trugen." Außerdem hätten sie auf dem Feld etwas weggeworfen: "Das waren die leeren Geldkassetten. Diese ließen sie zurück, bevor sie ins Fluchtauto sprangen."

Den Wagen konnte die Zeugin nicht erkennen; die Ermittler hoffen jedoch, dass noch andere Zeugen Beobachtungen gemacht haben. Hundertpfund: "So wie sich die Täter bei dem Coup verhalten haben, wussten sie vor Ort bestens Bescheid. Also müssen sie vorher alles ausgekundschaftet haben."

Die Bankomatsprenger hatten nämlich die Sicherheitskameras vor der Tat mit PU-Schaum besprüht und damit "blind" gemacht. Trotzdem gebe es Aufnahmen. Der Kriminalist: "Allerdings von der Kamera eines anderen Gebäudes. Diese Bilder sind als Fahndungsfotos leider nicht verwertbar. Man sieht nämlich nur dunkle Gestalten im Finsteren."

Die Vorgehensweise deute, so der Polizist, darauf hin, dass es sich bei den Tätern um Profis handle. Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass diese meist Mitglieder von europaweit agierenden Banden seien. Hundertpfund: "Es ist nicht geklärt, ob der Bankomat durch ein Sprengmittel zerstört wurde oder ob die Täter Gas hineingeleitet haben. Beide Methoden richten ähnliche Schäden am Gerät an."

Serina Babka, Kärntner Krone

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