Di, 12. Dezember 2017

Fossilfund zeigt:

16.05.2017 06:59

Bartenwal-Urahn hatte Zähne und Hinterbeine

Ein Fossilfund in Peru wirft ein neues Licht auf die Evolution der Bartenwale, zu denen auch Blau- und Buckelwale gehören. Die versteinerten Überreste der neuen Art sei zwar ein Urahn der heutigen Bartenwale, habe aber noch keine Barten, sondern besitze noch Zähne sowie zwei rudimentäre Hinterbeine, berichtet ein Team um Oliver Lambert vom Königlichen Belgischen Insitut für Naturwissenschaften in Brüssel.

Aus diesem Grund haben die Wissenschaftler der neu entdeckten Art den wissenschaftlichen Namen Mystacodon - was so viel heißt wie "gezahnter Bartenwal" - verpasst. "Mystacodon passt perfekt zu dem, war wir von einem Bindeglied zwischen dem urzeitlichen Basilosaurier und dem daraus abstammenden Bartenwalen erwarten würden", erläutert der Paläontologe Lambert im Fachjournal "Current Biology".

Auf Grund der Kopfform von Mystacodon nehmen die Forscher an, dass der Vorfahre der heutigen Bartenwale vermutlich bodennah nach Beute gejagt hat. Mittels einer Analyse der Schädelknochendichte, hofft Lambert die These, dass das knapp vier Meter große Tier am Meeresboden gründelte, beweisen zu können. "Wenn langsam schwimmende Meeresäuger nahe am Grund leben, ist ihr Knochen üblicherweise kompakter. Und genau das wollen wir beim Mystacodon überprüfen", so der Wissenschaftler.

Ging man bislang davon aus, dass die Wale ihre Hinterbeinchen (im Bild rot markiert) noch vor der Aufspaltung in Zahn- und Bartenwale "verloren" haben, deute die Entdeckung des fossilen Mystacodon nun darauf hin, dass sich die Hinterbeine bei Barten- und Zahnwalen unabhänging voneinander zurückgebildet haben, so die Forscher um Lambert.

Wilhelm Eder
Redakteur
Wilhelm Eder
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden