Mi, 22. November 2017

Stammzellenspende

15.04.2017 13:01

Retter-Suche für todkranken Buben

Verzweifelte Suche nach einem Retter für den dreijährigen Max: Der kleine Bub leidet an einer äußerst seltenen Erbkrankheit, hat nur noch einige Monate zu leben, wenn er keinen geeigneten Stammzellenspender findet. Deshalb startet das Kumplgut in Wels eine große Typisierungsaktion und hofft auf viele helfende Menschen.

Max stammt aus Leoben in der Steiermark, verbrachte gerade 14 Tage im Welser Kumplgut, einem Erlebnishof für schwerkranke Kinder. Der herzige Bub leidet an "septischer Granulomatose". Bei dieser seltenen Krankheit sind die neutrophilen Granulozyten gestört, die weißen Blutkörperchen können dadurch ihren Beitrag zur Immunabwehr nicht leisten. Bakterien und Pilze befallen ungehindert alle inneren Körperorgane und Teile der Haut, was rasch zum Tod führt.

"Nur Stammzellen können Max retten - deshalb veranstalten wir am Kumplgut am 6. Mai von 10 bis 16 Uhr eine große Typisierungsaktion, um einen geeigneten Spender zu finden", hofft Geschäftsführer Florian Aichhorn auf rege Beteiligung möglichst vieler mitfühlender Menschen.
"Die Wahrscheinlichkeit, einen geeigneten Spender zu finden, liegt immerhin bei nur 1 zu 500.000", weiß Walter Brenner von der Leukämiehilfe Österreich "Geben für Leben".

"3 Milliliter Blut retten ein Leben"

Wie einfach es ist, mit drei Milliliter Blut ein Leben zu retten, erklärt Walter Brenner von der Leukämiehilfe "Geben für Leben".

Wer kommt als Stammzellenspender in Frage?
Jeder im Alter zwischen 17 und 45 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 50 Kilo.
Stammzellen können bei dieser Krankheit helfen?
Der kleine Bruder von Max, der zweijährige Benedikt, hatte dieselbe Krankheit. Für ihn wurde über eine Typisierungsaktion ein Spender gefunden, das Kind geheilt.
Warum passt der Spender nicht auch für Max?
Es gilt, einen genetischen Zwilling zu finden. Der Gewebetyp wird durch Abnahme von drei Milliliter Blut ermittelt.
Jeder, der mitmacht, kann Lebensretter werden.
Spender werden in einer internationalen Datenbank registriert. Aus Österreich sind aber nur 67.000 Personen dabei.

Johann Haginger, Kronen-Zeitung

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