Do, 19. April 2018

Weniger Buchungen

12.03.2017 20:04

Nach Erdogan-"Amoklauf" stürzt Türkei-Tourismus ab

Militärputsch, Terrorgefahr und nun Präsident Recep Tayyip Erdogans "Amoklauf" gegen Europa wegen Verboten von Politikerauftritten: Die Dauerkrise in der Türkei lässt den Tourismus abstürzen. Auch die Buchungen von österreichischen Urlaubern sind erneut eingebrochen.

Während der türkische Staatschef nach den jüngsten Vorfällen in den Niederlanden tobt, werden Touristen immer mehr abgeschreckt. Das Land am Bosporus, bis vor wenigen Jahren immer unter den beliebtesten Urlaubsdestinationen der Österreicher, ist mittlerweile bei den Buchungen weit zurückgefallen. Gab es schon im Vorjahr ein Minus von 40 Prozent, brechen die Zahlen laut dem Verband der heimischen Reisebüros heuer bisher erneut um rund die Hälfte ein.

In den Städten und am Meer, wie an der türkischen Riviera, kämpfen die Hotels ums Überleben - für die Türkei eine wirtschaftliche Katastrophe. Denn der Tourismus ist eine der wichtigsten Geldquellen. Da helfen auch nicht durch die neu entdeckte Freundschaft zu Kremlchef Wladimir Putin wieder vermehrt anreisende russische Urlauber.

Christoph Budin, Kronen Zeitung/krone.at

Kommentar von Kurt Seinitz: Erdogan, ein Führer in das Verderben
Mir tun die vielen kleinen Tourismusbetriebe in der Türkei leid wegen dem, was kommen wird: Zusperren, Entlassungen, Arbeitslosigkeit. Die meisten der Betroffenen sind vermutlich gar keine Erdogan-Fanatiker. Dieser Rabauke im Präsidentenamt ist kein Nationalheld, sondern ein Schandfleck der Türkei. Er ist des türkischen Volkes unwürdig, aber viel zu viele Türken lassen sich von ihm willig in patriotische Geiselhaft nehmen. Leider ist das nur eine Wiederholung der Geschichte, denn alles ist auch anderswo schon dagewesen. Viele hatten es später bereut.

Das Delirium in der Türkei wird ein böses Ende nehmen. Das Wirtschaftswunder, alles was der "frühe" Erdogan aufgebaut hat, geht den Bach runter - so wie Kinder am Strand Sandburgen aufbauen und auch wieder zerstören.

Putin, dem sich der "Sultan" an den Hals geworfen hat, kann sein Glück kaum fassen. Erdogans Türkei, einer der wichtigsten (NATO-)Nachbarn Russlands (Stichwort Bosporus), ist ihm heute auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Erdogan hat keinen anderen Verbündeten mehr. Aber ganz sicher kann sich Russland seines unberechenbaren Alliierten doch nicht sein. Schon zündelt Erdogan wieder in Syrien gegen seinen Erzfeind, Präsident Bashar al-Assad. Und das hat Putin gar nicht gern.

Und dieses Erdogan-Regime wollte einmal in die EU! Um dort herumkommandieren zu können. Gott sei Dank hatten besonnene Kräfte in Österreich dieses Spiel frühzeitig durchschaut und dem Herrn am Bosporus einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt platzt er aus Enttäuschung vor Wut.

Video: Erdogan wirft Deutschland Nazi-Praktiken vor

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden