Mo, 20. November 2017

Wünsche ans Lentos

12.03.2017 16:58

Kunst, die Leute sehen wollen

Ende dieser Woche sollte die neue Lentos-Chefin oder der neue Chef feststehen. Die Hearings finden am Donnerstag und Freitag statt. Die heimischen Top-Galeristen wünschen sich auf "Krone"-Anfrage unisono: "Eine kommunikative, offene Persönlichkeit!" Und: "Ein Programm, das die Leute sehen wollen."

Ein großes Kunstmuseum ist das Zugpferd für Galerien, Künstler, Tourismus und gesellschaftliches Leben: "Ich wünsche mir jemanden, der Pep mitbringt, eine Persönlichkeit, die Events und Kunst mag", sagt Galeristin Christine Stieger von der Paschinger Galerie in der Schmiede: "Wenn ich das Jahresprogramm vom Lentos kennen würde, stimme ich auch mein Angebot darauf ab." Innenstadt-Galerist Alex Seidler vertritt regionale Kunst: "Bisher war für mich nur das Stadtmuseum Nordico ein guter Kooperationspartner." Weil es im Lentos viele Räume gibt, könnte man doch wenigstens einen für regionales Schaffen öffnen, meint er.

"Wichtig wäre ein guter Mix"
Gundi Lössl, die als Galeristin in Gmunden große Namen der Gegenwartskunst vertritt, meint: "Wichtig wäre ein guter Mix mit Kunst, die Leute sehen wollen und die international positioniert ist." Die Umwandlung von Lentos und Nordico zu einer Museums GmbH sieht sie kritisch: "Das Geld für die Kunst wird nämlich nicht mehr werden", befürchtet Lössl. Eine parteipolitische Entscheidung zu Besetzung der Direktion liegt - ihrer Meinung nach - ebenfalls nahe.

Mit wenig Geld Ausstellungen zu machen, heißt verstärkt auf die Sammlung zurückzugreifen, aber auch die Szene gut zu kennen. Kenner sind jene Kuratoren, die schon jetzt im Lentos-Umfeld arbeiten. Sabine Fellner kuratierte mehrmals erfolgreich in Lentos und Nordico. Sabine Folie ist mit der Eröffnungsausstellung des Valie-Export-Centers im November in der Tabakfabrik betraut. Sie war Direktorin der Generali Foundation. Angela Stief, Kuratorin an der Kunsthalle Wien, gestaltete im Vorjahr im Museum Angerlehner eine Ausstellung. Einer nimmt sich allerdings dezidiert aus dem Rennen: "Ich habe mich nicht beworben", so Peter Assmann zur "Krone".

Elisabeth Vera Rathenböck, Kronen Zeitung

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