Di, 23. Jänner 2018

Mehrere Unglücke

12.03.2017 07:59

Lawine: 16-jähriges Mädchen gestorben

Mehrere Menschen sind Samstag in Kärnten von Lawinen verschüttet worden. Während ein Spittaler am Kreuzeck den Schneemassen unverletzt entkam, wurde eine 16-Jährige auf der Turrach erst nach einer Stunde geborgen. Das Mädchen erlag in der Nacht auf Sonntag im Klinikum Klagenfurt seinen schweren Verletzungen. Auch ein Himmelberger starb bei einem Lawinenabgang in Salzburg.

Die 16-Jährige war mit ihrem Vater, einem Arzt, der Schwester (11) und einem befreundeten Ärzte-Ehepaar von Graz zum Skilaufen auf die Turrach gekommen. Weil sie frische Spuren im ungesicherten Bereich der Panoramabahn sahen, entschlossen sich die Erwachsenen, dort trotz Lawinenwarnung abzufahren.

Für das Ehepaar ging die Sache gut aus. Vater und Töchter hatten leider kein Glück. "Die Ältere wurde mitgerissen, vom Schnee gegen einen Baum gedrückt und verschüttet", berichtet der stellvertretende Bezirkskommandant Arnold Haberl. "Die Jüngere steckte zum Glück nur mit den Füßen im Schnee", so der Polizist.

Weil nur das Ehepaar mit Lawinenpiepern ausgerüstet war, dauerte es länger als eine Stunde, bis eine Suchmannschaft das Mädchen gefunden und ausgegraben hat. Haberl: "Der Sondierungstrupp musste ein großes Gebiet praktisch blind absuchen." Die Schülerin wurde ins Klinikum geflogen. Trotz Notoperation starb sie in der Nacht auf Sonntag infolge ihrer schweren Verletzungen.

Glück hatte ein Spittaler (24) in der Kreuzeckgruppe: Er war mit Vater und zwei Freunden unterwegs, als die Lawine kam. Sein Vater steckte nur bis zu den Knien im Schnee, er selbst wurde verschüttet. Er hatte aber einen Pieper bei sich. Seine Begleiter haben ihn sofort ausgegraben.

Nicht überlebt hat ein Familienvater aus Himmelberg (52) eine Lawine am Königsstuhl (Sbg.): Er war allein unterwegs, als er unter die Schneemassen geriet. Später wurde er von Tourengehern gefunden. Sie versuchten, ihn zu reanimieren allerdings vergeblich.

Serina Babka, Kärntner Krone

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