Sa, 21. Oktober 2017

"Keine Mitsprache"

28.02.2017 12:30

ORF-Redakteursrat kritisiert Reform und Sparpläne

In den ORF-Redaktionen herrscht Unmut über die geplante Strukturreform von Generaldirektor Alexander Wrabetz. Kritisiert werden auch Sparpläne im Aktuellen Dienst sowie in den Magazinen des ORF-Fernsehens. Am Mittwoch findet deshalb am Küniglberg eine Redakteursversammlung statt. Der ORF verteidigt die Pläne.

Redakteurssprecher Dieter Bornemann kritisiert, dass Wrabetz bei der neuen Organisationsstruktur den Mitspracherechten der Redakteure bisher nicht nachgekommen sei. Man lege die Pläne zuerst dem Stiftungsrat und der Politik vor und "wir bekommen sie vermutlich erst nachher zum Abnicken".

Die Frage sei, ob die neue Struktur mit eigenen Channel-Managern und Chefredakteuren für die Kanäle ORFeins, ORF 2, ORF III, Ö1, Ö3, FM4 und ORF.at sinnvoller und sparsamer ist, so Bornemann. "Es gibt im Aktuellen Dienst keinen großen Veränderungsbedarf. Nur einige Politiker sind offenbar der Meinung, dass die TV-Information zu gut funktioniert und deswegen zerschlagen werden muss."

ORF weist Kritik zurück
Der ORF weist die Kritik zurück. Selbstverständlich werde den Redakteursräten die neue Channel-Struktur im Detail präsentiert. Die Redaktionen würden durch diese neue Struktur noch unabhängiger und pluralistischer aufgestellt sein als bisher, bedingt durch die dezentrale Channel-Struktur und die Weisungsfreiheit der jeweiligen Chefredakteure gegenüber den Channel-Managern und somit auch gegenüber der Geschäftsführung, hieß es in einer Stellungnahme.

"Massive Sparvorschläge"
Ein zweiter Kritikpunkt Bornemanns betrifft "massive Sparvorschläge" für die Redaktionen. Wegen der offenbar deutlich teureren Morgen-Sendung komme es in der ZiB-Redaktion zu Einsparungen, so Bornemann. Am Donnerstag findet eine Stiftungsratssitzung statt, erst nächste Woche gibt es laut Bornemann ein Treffen zwischen Redakteursrat und Generaldirektion, in der Folge sollen dann die Redakteure informiert werden.

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Redaktion
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