Mi, 13. Dezember 2017

Back to the roots

14.02.2017 08:01

"Playboy" lässt in den USA wieder Hüllen fallen

Das US-Männermagazin "Playboy" druckt nach einem Jahr der Enthaltsamkeit wieder Bilder nackter Frauen ab. Cooper Hefner (25), Chef-Kreativer und Sohn des Magazin-Gründers Hugh Hefner (90), bezeichnete die zwischenzeitliche Abkehr vom Kerngeschäft am Montag auf Twitter als einen Fehler.

Fans des bekanntesten Herrenmagazins der Welt hatten die Ankündigung verhüllter Models, die ab März 2016 umgesetzt wurde, ungläubig und erstaunt aufgenommen. In der deutschen Ausgabe blieb hingegen alles beim Alten.  

"Ich bin der Erste, der zugibt, dass die Art und Weise, wie das Magazin mit Nacktheit umgegangen ist, altmodisch war - aber sie vollständig zu entfernen, war falsch", schrieb Hefner. "Nacktheit war nie das Problem, weil Nacktheit kein Problem ist." Er fügte hinzu: "Heute nehmen wir uns unsere Identität wieder, und wir gewinnen zurück, wer wir sind."

Über seinen Twitter-Account verbreitete das Magazin am Montag das Titelbild der Ausgabe März/April mit der Überschrift "Naked Is Normal": Nacktsein ist normal. Zu den weiteren Änderungen gehört, dass der Zusatz "Unterhaltung für Männer" von der Titelseite verschwindet. "Geschlechterrollen entwickeln sich in der Gesellschaft immer weiter, und das tun wir auch", erklärte Hefner nach Medienberichten dazu.

"Endlich wieder nackt!"
"Endlich wieder nackt!" schrieb der Chefredakteur des deutschen "Playboys", Florian Boitin, in einer Mitteilung vom Dienstag. "Es wäre für uns nie infrage gekommen, Playboy um seinen Markenkern zu bringen." 

Hefner hatte die Entscheidung zur Verhüllung bereits kritisiert, bevor er im vergangenen Sommer Kreativ-Chef wurde. "Playboy" hatte die Maßnahme damit begründet, dass sich die Zeiten änderten, und vor allem auf eine gänzlich andere Mediennutzung durch das Internet verwiesen. Im Jahr 2014 hatten die Macher der mehr als 60 Jahre alten Marke die US-Webseite zurückhaltender gestaltet, um auch in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter aktiv sein zu dürfen. 

In New York soll außerdem mehr als 30 Jahre nach seiner Schließung der Playboy Club seine Türen wieder öffnen, in dem Frauen in knappen "Häschen"-Kostümen Getränke servieren. Der erste Club dieser Art eröffnete 1960 in Chicago, bald gab es weltweit rund 30 davon. Doch das Interesse des mehrheitlich männlichen Publikums nahm im Lauf der Jahre ab. Die Clubs schlossen wieder, der 1962 eröffnete New Yorker Playboy Club nahe dem Central Park 1986.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden