Mo, 20. November 2017

Für immer Rätsel?

17.01.2017 09:10

Suche nach vermisstem MH370-Jet wird eingestellt

Knapp drei Jahre nach dem ungeklärten Verschwinden von Flug MH370 der Malaysia Airlines ist die Suche nach der Maschine jetzt eingestellt worden. An Bord des Jets, der am 8. März 2014 plötzlich von den Radarschirmen verschwand, befanden sich 239 Menschen. Das Schicksal des Fluges könnte für immer ein Rätsel bleiben.

In der offiziellen Mitteilung zum Ende der Suche, die am Dienstag von der Koordinierungsstelle im australischen Sydney veröffentlich wurde, heißt es: "Heute hat das letzte Suchboot die Unterwassersuche beendet. Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 hat in dem 120.000 Quadratkilometer großen Suchgebiet im südlichen Indischen Ozean nicht lokalisiert werden können." Deshalb sei die Suche nun eingestellt worden. Angehörige der Insassen protestierten gegen die Entscheidung. Ein Verband forderte am Dienstag bereits: "Die Suche muss weitergehen."

Flug MH370 war auf dem Weg von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur in die chinesische Hauptstadt Peking verschwunden. Experten vermuten, dass die Maschine vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte. Trotz intensiver und aufwendiger Suche wurde das Flugzeug nicht gefunden.

Ursache für Absturz völlig unklar
Was mit der Boeing 777-200 der Malaysia Airlines passiert ist, ist weiterhin völlig unklar. "Gute Nacht, Malaysian drei sieben null", waren die letzten Worte aus dem Cockpit. Dann verschwand der Jet vom Radar. Es gab keinerlei Hinweise auf schlechtes Wetter, einen technischen Defekt oder eine Entführung. Laut Experten lassen sich die letzten Stunden an Bord nicht ohne die Blackboxen rekonstruieren - und diese wurden nie gefunden.

Das australische Amt für Transportsicherheit, das die gemeinsame Suche mit China und Malaysia leitete, war im Dezember des Vorjahres in einem Bericht zu dem Ergebnis gekommen, dass die Maschine weiter nördlich abgestürzt war als ursprünglich gedacht. Die Regierungen von Malaysia, China und Australien hatten bereits im Juli angekündigt, die Suche nicht mehr auszuweiten, solange es keine neuen "glaubhaften Hinweise" auf eine andere Absturzstelle gebe.

Passagiere im Jänner 2015 für tot erklärt
Ende Jänner 2015 - knapp ein Jahr nach dem Verschwinden der Maschine - hat Malaysia alle Passagiere des vermissten Fluges für tot erklärt. Das sei die Voraussetzung dafür, dass den Angehörigen Entschädigungen ausgezahlt werden können, hieß es damals.

 krone.at
Redaktion
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