Mi, 22. November 2017

Viel mehr Anzeigen

07.09.2016 04:00

Sex-Belästigung stieg seit Asylkrise stark an!

Die Grapsch-Attacken minderjähriger afghanischer Asylwerber am Welser Volksfest sind kein "Einzelfall": Die Anzahl der Anzeigen wegen sexueller Belästigung in Oberösterreich ist seit der Flüchtlingskrise  kräftig in die Höhe gegangen - das zeigt eine polizeiinterne Statistik. Heuer gab es bereits fast genau so viele Anzeigen wie im Vorjahr.

Im Jahr 2014 gab es in Oberösterreich 171 Anzeigen wegen sexueller Belästigung, im Vorjahr 196 und heuer bis Ende August schon 193. Dabei ist die Anzeigen-Flut vom Welser Volksfest noch nicht mitgezählt. Zumindest drei minderjährige afghanische Asylwerber sollen bekanntlich 17 Besucherinnen in der Nacht zum Samstag festgehalten und begrapscht haben. Seit 1. Jänner sind solche Delikte ein Fall fürs Strafrecht, die Opfer müssen aber einer Strafverfolgung des Täters zustimmen. Verblüffend: Etliche Frauen erfuhren erst durch die Medienberichte, dass solche Sex-Attacken strafbar sind und meldeten sich dann bei der Kripo. Fünf junge Afghanen konnten bekanntlich ausgeforscht werden, drei davon wurden von Opfern als Täter wiedererkannt.

Nahost-Expertin: "Das ist ein Problem der jungen Männer"
Inzwischen wird in den sozialen Medien weiterhin hitzig über eine Ausgangssperre für junge Asylwerber diskutiert, wie sie der Welser FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß zumindest für die Messeabende fordert.  Die Nahost-Expertin Karin Kneissl findet diese Vorgangsweise richtig, wie sie im Interview mit "OÖ-Krone"-Redakteur Christoph Gantner erklärt.

"Krone": "Die massiven Sex-Übergriffe junger Afghanen in Wels - wie beurteilen Sie diese Vorgangsweise?"
Karin Kneissl: "Meiner Meinung nach ist das weniger ein ethnisch-religiöses Problem, sondern durch die große Anzahl junger Männer erklärbar. Wenn man tausend junge Norweger bei uns unterbringen würde, könnten solche Aktionen genauso passieren. Da ist auch viel jugendlicher Blödsinn dabei."

"Krone": "Sie können sich für die Forderung nach einer Ausgangssperre erwärmen."
Kneissl: "In allererster Linie sind die Betreuer in den Unterbringungseinrichtungen in die Pflicht zu nehmen. Es ist keine Frage, dass man hier ansetzen muss."

"Krone": Spielt das Weltbild der Afghanen auch eine Rolle?
Kneissl: "Viele haben ein wirklich schlechtes Frauenbild. Sie betrachten Frauen grundsätzlich  als nicht gleichwertig."

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