So, 19. November 2017

Autobombe detoniert

26.08.2016 11:27

PKK-Anschlag in Südosttürkei: Elf Polizisten tot

Bei einem Autobombenanschlag im Südosten der Türkei sind am Freitag elf Polizisten ums Leben gekommen. Bei der Explosion nahe dem Polizeihauptquartier der mehrheitlich von Kurden bewohnten Stadt Cizre wurden nach offiziellen Angaben rund 90 weitere Menschen verletzt. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK bekannte sich zur Attacke.

Bei Kontrollen der Polizei sei ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen explodiert, teilte das Gouverneursamt der Provinz Sirnak, die an Syrien und den Irak grenzt, mit. Auf Bildern war eine hohe Rauchsäule über der Explosionsstelle zu sehen.

Reihe von Anschlägen im Südosten des Landes
Die PKK übernahm die Verantwortung für den Anschlag. Die türkische Regierung hat die PKK in den vergangenen Wochen bereits für eine Reihe von Anschlägen im unruhigen Südosten des Landes verantwortlich gemacht. Zu mindestens einer Attacke auf eine Polizeidienststelle hatte sich die Miliz bekannt. Sie kämpft seit drei Jahrzehnten um mehr Autonomie für die Kurden. In dem Konflikt sind bereits mehr als 40.000 Menschen ums Leben gekommen.

Türkei geht gegen Kurden in Nordsyrien vor
Ob der Anschlag auch mit der jüngsten Offensive der türkischen Armee in Nordsyrien gegen die Terrormiliz IS zusammmenhängt, ist unklar. Dort attackierte die Armee in der Nacht auf Freitag auch Stellungen der Kurdenmiliz YPG. Ankara befürchtet ein Zusammenwachsen eines kurdischen Territoriums an der türkischen Grenze.

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