So, 17. Dezember 2017

360.000 Euro möglich

08.08.2016 08:10

USA: Goldene Göring-Pistole kommt unter den Hammer

Nazi-Verbrecher Hermann Göring besaß eine goldene Pistole. Nach dem verlorenen Krieg der Deutschen hat ein US-Leutnant die Waffe 1945 in seinen Besitz genommen. Nun wird die Pistole im US-Bundesstaat Maine versteigert. Schätzungen zufolge könnte die geschichtsträchtige Walther PPK (Kaliber 7,65 mm) umgerechnet bis zu 360.000 Euro einbringen.

Der Griff der Pistole ist mit Elfenbeinschnitzereien verziert. Auf der rechten Seite ist Görings selbst entworfenes Familienwappen zu erkennen, eine Faust mit einem eisernen Ring. Es ist eine Anlehnung an Görings Spitznamen "Der Eiserne", den er während des Ersten Weltkriegs bekommen hatte. Auf der linken Seite des Griffs prangen mit "H" und "G" die Initialen des Oberbefehlshabers der deutschen Luftwaffe während der NS-Zeit.

Inserat: "Die Pistole ist in einem sehr guten Zustand"
Ein Online-Inserat des Auktionshauses Rock Islands im US-Bundesstaat Illinois beschreibt die Waffe so: "Diese Pistole wurde im Jahr 1939 hergestellt und ist in einem sehr guten Zustand." Die Versteigerung läuft von 9. bis 11. September, das Auktionshaus rechnet mit einem Erlös von umgerechnet bis zu 360.000 Euro.

Pistole jahrzehntelang im Besitz eines US-Leutnants
Görings Flucht in seinem gepanzerten Mercedes endete im Mai 1945 bei Radstadt in Österreich. Dort stellte er sich, überließ dem amerikanischen Oberleutnant Jerome Shapiro seine Pistole. Der US-Auktionator James Julia sagte kürzlich gegenüber der "Daily Mail": "Shapiro gelang es, die Waffe bis zum Ende des Krieges bei sich zu behalten. Er flog damit schließlich nach Hause in die USA. Er besuchte Schulen und zeigte den Kindern die Pistole, während er Vorträge über den Zweiten Weltkrieg hielt." Nach seinem Tod vermachte seine Witwe die Walther PPK einem befreundeten Army-Veteranen, der die Pistole vor ein paar Jahren schließlich an einen Sammler verkaufte.

Göring war im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess am 1. Oktober 1946 zum Tode verurteilt worden. Durch die Einnahme einer Zyankalikapsel entzog er sich am Morgen des 15. Oktober durch Selbstmord der Hinrichtung.

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