Mi, 22. November 2017

Drama in Italien

22.05.2016 20:07

Österreicherin tötet Sohn und begeht Selbstmord

Eine junge Österreicherin, die seit Freitagabend mit ihrem fünf Monate alten Sohn in Italien als vermisst galt, ist tot aufgefunden worden. Die aus Wien stammende Frau (22) hatte sich mit einem Schal an einer Eiche erhängt. Ihr Kind, das sie zuvor erdrosselt haben soll, lag zu Füßen des Baumes. Es wurde eine Obduktion angeordnet.

Die Österreicherin machte mit ihrer Mutter auf einem Campingplatz in Montefiascone unweit des Bolsenasees Urlaub. Die 22-Jährige hatte ihrer Mutter gesagt, dass sie spazieren gehe, um das Baby zum Schlafen zu bringen. Erst Stunden später bemerkte die Mutter, dass ihre Tochter nicht zurückgekehrt war. Die Mutter hatte den Urlaub organisiert, um der Tochter zu helfen, die laut Medienberichten an einer Depression mit Suizidgedanken gelitten hatte, in die sie angeblich nach der Geburt des Sohnes gestürzt war.

Leichen 200 Meter von Seeufer entfernt entdeckt
Den ganzen Samstag lang wurden Mutter und Kind gesucht. Tauchermannschaften durchkämmten den See, weitere Rettungseinheiten suchten mit Hunden an Land nach der Österreicherin. Am Sonntag stießen Spaziergänger unweit eines Reitzentrums 200 Meter vom Seeufer entfernt dann auf die beiden Toten. Die Leichen befinden sich nun in einem Krankenhaus nahe der Stadt Viterbo, die Carabinieri und die im Fall ermittelnden Staatsanwälte bestätigten den Selbstmord.

Geprüft wird, ob sich auf der Leiche des Kindes Gewaltspuren befinden. "Es handelt sich um eine wahre Tragödie", berichtete der Carabinieri-Leutnant Mauro Monte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mutter das Kind ermordet und sich dann das Leben genommen hat. Staatsanwältin Chiara Capezzuto dementierte, dass weitere Personen in den Fall verwickelt seien und ordnete eine Obduktion des Babys an.

Frau mittels Smartphone-Ortung gefunden
Das Verschwinden der Wienerin und ihres Babys hatte die Gemeinden um den Bolsenasee in Atem gehalten. Der Bürgermeister von Montefiascone, Luciano Cimarello, erklärte sich erschüttert. "Wir hofften, die Frau lebend zu finden. Wir sind alle schockiert", berichtete er. Die Rettungseinheiten hatten die Leichen mit Hilfe des Smartphones der Frau finden können, das eingeschaltet geblieben war.

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