Di, 17. Oktober 2017

MSF-Klinik getroffen

28.04.2016 13:08

Syrien: Dutzende Tote bei Luftangriff auf Spital

Bei Luftangriffen auf ein Krankenhaus im Rebellengebiet der nordsyrischen Stadt Aleppo sind mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Ärzte ohne Grenzen (MSF) berichtete, in dem von der Organisation unterstützten Krankenhaus seien mindestens drei Ärzte und 14 Patienten gestorben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mindestens 27 Toten. Unter ihnen seien mindestens drei Kinder sowie einer der letzten Kinderärzte in dem Bezirk.

Das Bombardement traf den Rettungshelfern zufolge auch umliegende Gebäude, in denen medizinisches Personal untergebracht war. Es würden noch Menschen unter den Trümmern vermisst. Noch ist unklar, wer für die Angriffe verantwortlich ist. In den vergangenen Monaten wurden der syrischen Regierung sowie Russland wiederholt gezielte Angriffe auf Kliniken vorgeworfen.

Lage in Aleppo eskaliert
Die Kämpfe in der Stadt sind zuletzt wieder eskaliert. Nach Erkenntnissen der Beobachtungsstelle wurden in den vergangenen sechs Tagen bei Luftangriffen der Regierungstruppen 84 Zivilisten getötet. Den Angriffen der Rebellen auf die von der Armee kontrollierten Stadtteile seien 49 Zivilisten zum Opfer gefallen.

Im Gebiet von Aleppo kämpfen Extremisten der Al-Nusra-Front gegen die Armee von Präsident Bashar al-Assad. Eine im Februar vereinbarte Waffenruhe in Syrien gilt nicht für die Auseinandersetzungen mit Al-Nusra und der IS-Terrormiliz.

Rotes Kreuz warnt: "Millionen Menschen in Gefahr"
Das Rote Kreuz warnt angesichts der anhaltenden Gefechte in Aleppo vor einer Katastrophe. Durch die Kämpfe seien "Millionen Menschen einer großen Gefahr ausgesetzt", hieß es am Donnerstag. "Wir rufen alle Parteien auf, die Zivilisten zu schonen. Greifen Sie keine Krankenhäuser an, setzen Sie keine Waffen ein, die umfangreiche Zerstörung anrichten", andernfalls werde die Stadt weiter an den Rand einer Katastrophe gedrängt. Die Metropole war vor dem Beginn des Bürgerkriegs nach Damaskus die zweitgrößte Stadt des Landes, nun ist sie großteils zerstört, die Mehrzahl der Bewohner ist gefüchtet.

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