So, 19. November 2017

Feuer, Vandalismus

26.03.2016 09:10

25 Anschläge auf Asyl-Einrichtungen im Vorjahr

Flüchtlingseinrichtungen bzw. Asylwerber selbst sind im Vorjahr häufig zum Ziel ausländerfeindlicher Attacken geworden. Das geht aus einer Anfrage-Beantwortung des Innenministeriums an den grünen Justizsprecher Albert Steinhauser hervor. 25 Fälle wurden vermerkt, in etlichen wurden die Täter nicht ausgeforscht.

Betroffen waren Einrichtungen in allen Bundesländern außer dem Burgenland. Besonders viele Vorfälle gab es in Kärnten mit sieben. So wurden bei einem Bölleranschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Großkirchheim die beiden Inhaber leicht verletzt, in Straßburg mit einem pyrotechnischen Gegenstand eine Tür beschädigt. Brandanschläge gab es etwa auch in Wels und Dornbirn, ebenso in Mitterdorf, Wörgl und Traiskirchen.

Der wohl schwerwiegendste Vorfall ereignete sich in Niederösterreich, das ebenso wie Vorarlberg fünf Angriffe zu verzeichnen hatte: Flüchtlinge wurden in Wiener Neustadt mit einer Softgun beschossen. In Vorarlberger Einrichtungen in Hohenems und Wolfurt wurde NS-Propaganda angebracht.

Etliche Täter nicht ausgeforscht
In etlichen Fällen konnten die Täter bisher nicht ausgeforscht werden, was Steinhauser bedauert: "Wenn wir in Österreich keine Zustände wie in Deutschland haben wollen, wird es entscheidend sein, die Aufklärungsquote massiv zu steigern", so der Grün-Politiker. Nur so werde klar, dass Übergriffe auf Flüchtlingseinrichtungen kein Kavaliersdelikt seien. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner möge ihre Anstrengungen erhöhen.

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